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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
25. Juni 2015

Hartmannbund fordert korrekte Arbeitszeitdokumentation

Klinikarbeitgeber und alle in Krankenhäusern tätigen ärztlichen Kolleginnen und Kollegen werden durch den Hartmannbund in NRW aufgefordert, die tatsächlich geleistete Arbeitszeit ordnungsgemäß zu dokumentieren, die verbindlichen Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes einzuhalten und somit etwaige Gefährdungen der Patientensicherheit sowie gesundheitliche Risiken zulasten der Ärztinnen und Ärzte zu verhüten.

Der zunehmende Ärztemangel - auch und gerade an den Kliniken - dürfe nicht dazu führen, dass die vorhandenen Ärztinnen und Ärzte zu überlangen Arbeitszeiten herangezogen und hieraus resultierende Verstöße des Arbeitszeitgesetzes durch unrichtige Dokumentation der tatsächlich geleisteten Arbeitszeiten kaschiert werden, so der nordrheinische Hartmannbund-Landeschef Dr. med. Stefan Schröter.
 
Derartige Arbeitsbedingungen führten nach Auffassung des Ärzte­verbandes zu einer Imbalance zwischen Arbeit und Erholung und beeinträchtigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und drängten insbesondere Ärztinnen aus der kurativen Tätigkeit, was den Ärztemangel noch verstärke.
 
"Eine unvollständige Dokumentation der geleisteten ärztlichen Arbeitszeit bildet im Übrigen den eigentlichen Personalbedarf und das tatsächliche Leistungsgeschehen nur unzureichend ab und führt tendenziell zu einer unzureichenden Bewertung der erbrachten Leistungen im Vergütungs­system für stationäre Krankenhausleistungen (DRG)", konstatiert der westfälische Hartmannbund Landesvorsitzende Dr. med. Klaus Reinhardt.
 
Darüber sei die unvollständige Dokumentation tatsächlich geleisteter Arbeitszeit mit der Gefahr verbunden, dass für Tätigkeiten, die nicht in der Arbeitszeiterfassung dokumentiert sind, kein Haftpflicht- und Unfallversicherungsschutz bestehe. Darüber hinaus erfolge für nicht dokumentierte Arbeitszeit weder Freizeitausgleich noch Vergütung. Dies gehe mit der Verkürzung von Lohnsteuer- und Sozialabgaben einher, so stellen die beiden Hartmannbund-Landesverbände fest.
 
Dass geltende Rechtsnormen im Zusammenhang mit der Dokumentation geleisteter Arbeitszeit in Hinblick auf Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes, Vergütung und Freizeitausgleich und Gewährleistung des Haft- und Unfallversicherungsschutzes einzuhalten sind, sei unabdingbar und keine "Verhandlungsmasse".

 
Quelle: Hartmannbund



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