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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
15. Juni 2015

vfa zu Arzneimitteln im europäischen Vergleich: Deutschland - Defizite in der Versorgung trotz sinkenden Preisniveaus

Deutschland hat längst keine Vorreiterrolle mehr, wenn es um die Versorgung der Patienten mit neuen Arzneimitteln geht. Zwar werden hier Medikamente schneller als in anderen europäischen Ländern verordnungsfähig. Doch gelangen sie nicht in ausreichendem Maß in die Patientenversorgung.

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Die Preise für neue Medikamente werden in Deutschland national zwischen dem einzelnen Pharma-Unternehmen und dem Spitzenverband der Krankenkassen ausgehandelt. Die mit den Kassen ausgehandelten Arzneimittelpreise in Deutschland sind im Vergleich deutlich niedriger als in anderen europäischen Ländern. 73% der deutschen Preise liegen unter dem Mittel unserer Nachbarn, 38% sind die niedrigsten überhaupt: www.vfa.de/erstattungsniveau

Dazu sagt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "In Deutschland gibt es keine wissenschaftlich neutrale Nutzenbewertung eines Arzneimittels, sondern der Spitzenverband der Krankenkassen hat auf nationaler Ebene eine dominierende Stellung bei der Bewertung und Preisfindung. So ist das Preisniveau in Deutschland unter den europäischen Durchschnitt gefallen."

"Trotz ihrer starken Stellung bei der nationalen Preisfindung üben die Kassen mittels Wirtschaftlichkeitsprüfungen auch noch regional Druck auf Ärzte aus, neue Medikamente nicht zu verschreiben. Im Ergebnis sind neue Medikamente in Deutschland zwar schnell im Markt, erreichen aber die Patienten meist nur langsam. Während die Politik den Zugang der Patienten zu Innovationen sichern wollte, ist die Praxis von schleichender Rationierung geprägt. Der medizinische Fortschritt, als Markenzeichen des deutschen Gesundheitssystems, droht zu Gunsten von schnellen Einsparungen verloren zu gehen. Es entsteht der Eindruck, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um Präparate mit belegtem Zusatznutzen aus der Verschreibung zu halten," so Fischer weiter.

 
Quelle: vfa



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