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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
20. Mai 2015

Neues AWMF Präsidium startet mit einem Novum: Erstmals nicht-ärztliche wissenschaftliche Fachgesellschaft aufgenommen

Neuer Präsident der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizin Fachgesellschaften e.V.) ist der Gynäkologe Professor Dr. med. Rolf Kreienberg aus Landshut. Der ehemalige Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm löst Professor Dr. med. Karl-Heinz Rahn, Internist aus Münster, ab. Bei ihrer letzten Delegiertenversammlung nahm die AWMF außerdem neue Mitgliedsgesellschaften auf: Erstmals gehört zu den 171 Fachgesellschaften unter ihrem Dach mit der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHW) auch eine nicht-ärztliche wissenschaftliche Fachorganisation.

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Voraussetzung für die Aufnahme einer Gesellschaft in die AWMF ist deren wissenschaftliche Arbeit. Nicht zwingend sei dagegen, dass die Mehrheit der Mitglieder Ärzte sind, erläutert Neu-Präsident Professor Kreienberg die Aufnahmeentscheidung der Delegiertenversammlung für die DGHW: "Die akademischen Pflegeberufe sind ein zunehmend wichtiger Partner für die medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, insbesondere bei der Erstellung von Leitlinien", kommentiert er diesen Schritt der AWMF. Die AWMF nahm im Rahmen ihrer letzten Delegiertenversammlung auch die Gesellschaft für Klinische Toxikologie (GfKT) und die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegie (DMGP) auf.
 
Als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie als gynäkologischer Onkologe bringt Kreienberg viel AWMF-Erfahrung in sein neues Amt mit: Er leitete in den vergangenen drei Jahren die Leitlinienkommission der AWMF. Zuvor amtierte er bereits als Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Entsprechend seinen AWMF-Erfahrungen gehören zu seinen Spezialgebieten die Entwicklung von Leitlinien, die Zertifizierung von spezialisierten Behandlungseinrichtungen und die Versorgungsforschung. Diese Themen wird er auch jetzt in seiner Präsidentschaft vorantreiben. Darüber hinaus müsse die AWMF die gesetzlich vorangetriebene Neuordnung der Arzneimittel- und Medizinproduktebewertung weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten, die Initiative "Gemeinsam Klug Entscheiden" für die gesamte medizinische Wissenschaft auf- und umsetzen und auf ein Qualitätsmanagement mit Effizienz und Augenmaß hinwirken.
 
Das Präsidium der AWMF setzt sich seit je her aus Vertretern verschiedener medizinischer Gebiete zusammen. "Sehr wichtig für den multidisziplinären Dialog ist eine Kombination aus konservativen, operativen und theoretischen Fächern", so Kreienberg. Stellvertretende Präsidenten sind der Physiologe Professor Dr. med. Rolf-Detlef Treede aus Mannheim und Professor Dr.med. Dr. med.dent. Wilfried Wagner, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg aus Mainz. Weitere Präsidiumsmitglieder kommen aus der Anästhesie, Chirurgie, Informationsverarbeitung, Inneren Medizin, Kardiologie, Psychiatrie und Psychosomatik. Kreienbergs Vorgänger Professor Dr. med. Karl Heinz Rahn gehört dem Präsidium nun als Past-Präsident an.

 

Weitere Informationen:
www.awmf.org

 
Quelle: AWMF



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