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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
01. April 2015

DGI appelliert an Gesundheitsministerium: Infektiologen sichern Versorgungsqualität

Bundesgesundheitsminister Gröhe will mit einem 10-Punkte-Plan verstärkt gegen antibiotikaresistente Erreger vorgehen und plant dafür stärkere Kontrollen in Kliniken und mehr Transparenz bezüglich der Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern. Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI) begrüßt diesen Vorstoß und benennt konkrete Vorschläge für die Umsetzung des Programms. Entscheidend sei dabei die Bereitstellung von ausreichend Fachkräften, die hervorragende Kenntnis im Bereich der Infektionskrankheiten aufweisen, so die DGI. Deren Qualität spiegele sich direkt in der Qualität der Patientenversorgung wieder. Die DGI setzt sich seit vielen Jahren für eine bessere infektiologische Versorgung in Krankenhäusern ein und hat hier bereits eine Reihe von konkreten Maßnahmen auf den Weg gebracht.

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Die weltweite Ausbreitung von Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind, stellt eine der großen medizinischen Herausforderungen dar, und Schritte zur effektiven Eindämmung dieses Problems sind dringend erforderlich. Aus vielen Studien ist bekannt, dass dies am besten erreicht werden kann, wenn Infektionskrankheiten generell stärker beachtet werden. Hierzu muss ausreichend Personal, insbesondere auch gut qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen. Die Qualität der Versorgung entscheidet sich im direkten Umgang mit den Patienten.

Wichtige Faktoren sind das Wissen um und die Einhaltung von allgemeinen und speziellen Hygienemaßnahmen sowie der sorgsame Einsatz von Antibiotika. Unter der Schirmherrschaft der DGI werden deshalb seit Jahren Fortbildungskurse in Antibiotic Stewardship (ABS) durchgeführt, die Wissen über eine rationale Antibiotikaverordnung vermitteln. Mittlerweile haben sich mehr als 300 Ärzte und Apotheker in dem zeitweise durch das Bundesgesundheitsministerium geförderten Programm zu ABS-Experten fortbilden lassen. "Dies ist ein erster Schritt dahin, dass an jeder Klinik infektiologisch geschultes Personal zugegen ist, das zeitnah und kompetent Patienten mit Infektionskrankheiten behandeln kann", so Professor Dr. med. Gerd Fätkenheuer, Vorsitzender der DGI und Leiter der Infektiologie an der Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln. "Wir brauchen aber noch viel mehr Spezialisten für Infektionskrankheiten, die Patienten mit komplexen Erkrankungen behandeln und die auch die Fortbildung anderer Arztgruppen sicherstellen können", sagt Fätkenheuer. Auch hier hat die DGI bereits Initiativen ergriffen: In Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (DAGNÄ) und der Deutschen AIDS Gesellschaft (DAIG) wurde eine Akademie für Infektionsmedizin gegründet, die interessierten Ärzten eine qualifizierte Fortbildung in Infektiologie ermöglicht.

Teams aus Infektiologen, Mikrobiologen und Hygienikern sollten an jeder größeren Klinik die Behandlungsqualität sichern und so Infektionen mit multiresistenten Erregern vorbeugen. Dies müsse das zentrale Anliegen eines 10-Punkte-Plans sein. Fätkenheuer ergänzt: "Erforderlich wären hier rund 1000 Infektiologen in Deutschland statt der geschätzten 300, die es bisher im Krankenhausbereich gibt."

Die Weiterbildung einer ausreichenden Zahl von Infektiologen erfordert dringend eine entsprechende Strukturförderung durch das Bundesgesundheitsministerium, so Fätkenheuer. Auch sei die Behandlung von Patienten mit komplexen Infektionserkrankungen nicht ausreichend durch das derzeitige Vergütungssystem abgedeckt - ein Zustand, der sich dringend ändern müsse. Die erforderlichen Strukturmaßnahmen sollten in enger Abstimmung mit klinisch tätigen Fachleuten erfolgen. Fätkenheuer bietet dazu die Unterstützung der Fachgesellschaft an: "Hier wird die DGI gerne ihre Erfahrung und ihre Expertise einbringen." Hier finden Sie Vorschläge der DGI an Bundesminister Gröhe zur Verbesserung der Patientenversorgung:

http://www.dginet.de/files/Presse/Infektionsmedizin_in_Deutschland.pdf

 

 
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI)



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