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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
01. Dezember 2014

BDRh: "Stellungnahme zum Referentenentwurf des GKV-VSG"

Die rheumatologische Versorgung ist nach wie vor bundesweit durch Defizite gekennzeichnet. Für eine ausreichende Versorgung, die den bestehenden medizinischen Fortschritt allen Patienten mit chronisch-entzündlichen Rheumaformen zeitnah ermöglicht, fehlen bundesweit etwa 700 internistische Rheumatologen in der ambulanten Versorgung.

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Seit vielen Jahren ist es das gemeinsame Anliegen des Berufsverbandes Deutscher Rheumatologen, der wissenschaftlichen Gesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie) und der Deutschen Rheumaliga alle denkbaren Voraussetzungen zu schaffen, um die defizitäre Rheumaversorgung zu verbessern und damit auch die Zahl der Rheumatologen in Deutschland zu erhöhen.

Diese Anstrengungen werden in massiver Form durch eine im SGB V § 103 Abs. 3a, Satz 3 vorgesehene Vorgabe für die Zulassungsausschüsse konterkariert, die veranlasst werden sollen, in Planungsbezirken, in denen eine Überversorgung besteht, eine Praxisnachfolge abzulehnen.

In der weitaus überwiegenden Zahl der Planungsbereiche bestehen für internistisch-rheumatologische Praxen Zulassungsbeschränkungen. Dies ist eine Folge der geltenden Bedarfsplanung, die für Facharztinternisten mit Schwerpunkt als Gruppe gilt und nicht für die einzelnen Schwerpunkte.

Entsprechend der aktuellen Zahlen der KV Bayern liegen z. B. 711 von 1.580 Facharztinternisten oberhalb der kritischen Grenze von 110% für eine Zulassungsbeschränkung. D. h. fast jeder 2. Facharztinternist und damit auch Rheumatologe würde in den nächsten Jahren aus der ambulanten fachärztlichen Versorgung verschwinden, würde der Referentenentwurf in ein Gesetz überführt und 1:1 von den Zulassungsausschüssen befolgt werden.

Für die rheumatologische Versorgung, aber auch für die onkologische, kardiologische und übrige Schwerpunkt-internistische Versorgung würde dies nicht nur in Bayern, sondern auch den anderen Bundesländern einen Kahlschlag ohnegleichen bedeuten.

In der Rheumatologie wäre die Auswirkung für die Patienten nicht nur wegen des bereits vorhandenen Rheumatologen-Mangels mit Abstand am extremsten: Zum einen ist die Rheumatologie ein überwiegend ambulantes Fachgebiet, zum anderen sind schon heute die Wartezeiten in den ca. 180 bundesweiten Rheuma-Ambulanzen keinesfalls kürzer als in den entsprechenden Facharzt-Praxen.

Auch die im Gesetzentwurf vorgesehene ambulante Öffnung von Krankenhäusern ohne ambulante Zulassung wird keine Entlastung für die drohende Vernichtung rheumatologischer Kompetenz im ambulanten Bereich bringen: Rheumatologen an Kliniken ohne rheumatologische Abteilung sind bundesweit eine Rarität und wenn sie dort tätig sind, sind diese Rheumatologen meist in leitender Funktion im stationären allgemeininternistischen Bereich fest eingebunden und werden auch mit einer entsprechenden Öffnung dieser Krankenhäuser nur unzureichend in der ambulanten Versorgung tätig werden können.

 
Quelle: Berufsverbande Deutscher Rheumatologen (BDRh) e.V.



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