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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
24. Oktober 2014

WHO will Großveranstaltungen nicht pauschal wegen Ebola absagen

Die WHO will Großveranstaltungen wegen Ebola keine grundsätzliche Absage erteilen. Im Kampf gegen die Seuche verschärfen die USA ihre Kontrollen. Für eine deutsche Studie meldeten sich viele Freiwillige.

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Trotz der weltweiten Angst vor einer Ausbreitung der Ebola-Seuche hält die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen grundsätzlichen Verzicht auf internationale Großveranstaltungen nicht für notwendig. Das Ebola-Notfall-Komitee der WHO erklärte am Donnerstag in Genf, man habe entsprechende Überlegungen mehrerer Staaten zur Kenntnis genommen und empfehle eine Risikoabwägung von Fall zu Fall. In den USA sollen Flugreisende aus den von der Seuche betroffenen Ländern künftig drei Wochen lang beobachtet werden.

GROSSVERANSTALTUNGEN: Einen generellen Ausschluss von Teilnehmern oder Delegationen bei großen Events aus Ländern mit Ebola soll es laut WHO ebenfalls nicht geben, ebenso wenig wie ein generelles Reiseverbot für diese Staaten. Allerdings sollten dort die Untersuchungen von Personen bei der Ausreise auf Ebola-Symptome aufrechterhalten beziehungsweise verstärkt werden. Die Kontrollen bei der Einreise in Länder ohne Ebola begrüßte die WHO grundsätzlich.

EINREISE-VORSCHRIFTEN: Diese wollen die USA drastisch verschärfen. Wie die US-Behörde CDC mitteilte, werden Reisende aus Sierra Leone, Guinea und Liberia an ihrem endgültigen Zielort in den USA künftig täglich über einen Zeitraum von drei Wochen untersucht. Bei den 21 Tagen handelt es sich um die maximale Inkubationszeit von Ebola, also den Zeitraum zwischen Ansteckung und Auftreten von Symptomen. Die neue Maßnahme soll am 27. Oktober in Kraft treten. Erst am Dienstag hatte das US-Heimatschutzministerium die Einreise aus von Ebola betroffenen Ländern auf fünf Flughäfen begrenzt. In den USA war Ende September bei einem Mann aus Liberia Ebola festgestellt worden.

NORDKOREA: Zum Schutz gegen Ebola will das weithin isolierte Nordkorea nach Angaben einer Reiseagentur seine Grenzen für ausländischen Touristen vorerst schließen. Von den Partnern in Nordkorea habe man erfahren, dass von diesem Freitag an vorübergehend keine Touristen mehr, "egal wo sie gerade waren", einreisen könnten, teilte die in China angesiedelte Agentur Young Pioneer Tours auf ihrer Website mit. Von Nordkorea gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Bisher ist nichts von einem eingeschleppten Ebola-Fall in dem Land bekanntgeworden.

AUSBREITUNG: Die Seuche breitet sich vor allem in Westafrika weiter dramatisch aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bis zum 19. Oktober 9936 Fälle erfasst worden. Die Zahl der Toten beträgt demnach 4877. Allerdings gehen Experten nach wie vor von einer hohen Dunkelziffer aus. Besonders in den Hauptstädten der Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone bleibe die Übertragungsrate sehr hoch. Die meisten Opfer beklagt Liberia mit über 2700 Toten.

STUDIE: Obwohl die einzige deutsche Studie zu einem Ebola-Impfstoff noch nicht genehmigt wurde - meldeten sich schon viele Freiwillige für die Testphase. Ärzte und Pflegepersonal, aber auch Nicht-Mediziner wollten sich beteiligen, sagte Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). "Dabei haben wir noch nicht aktiv gesucht." An dem ersten Test des Impfstoffs an Menschen sollen 30 gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 55 Jahren teilnehmen. Dabei geht es darum, mögliche Nebenwirkungen festzustellen. Es ist eine von vier Studien zu dem Serum weltweit. Eine Infektion mit der Seuche sei dabei ausgeschlossen, hieß es.

EU-HILFE: Die Europäische Kommission will die Ebola-Forschung mit 24,4 Millionen Euro unterstützen. Gefördert werden fünf Projekte - etwa zu klinischen Studien über einen potenziellen Impfstoff. Unter den Empfängern ist auch das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, das 1,7 Millionen Euro erhält.

BEHANDLUNG: Der in Hamburg behandelte Ebola-Patient sei ohne experimentelle Mittel wie "ZMapp", sondern ausschließlich mit einer unterstützenden Therapie behandelt worden, sagte der Tropenmediziner Stefan Schmiedel. Als Beispiel nannte er vor allem eine gute Flüssigkeitszufuhr über Infusionen: "Das kann jede Krankenschwester und jeder Arzt." Wenn solche Maßnahmen im Ebola-Krisengebiet stärker etabliert würden, könnte die Sterblichkeit deutlich gesenkt werden. Der Mann aus dem Senegal wurde fünf Wochen im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt und als geheilt entlassen.

 



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