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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
15. Juli 2014

Wirtschafts-Institut hält Pflege-Vorsorgefonds für unzureichend

Der von der Koalition geplante Vorsorgefonds in der Pflegeversicherung bringt nach Ansicht des Instituts der deutschenWirtschaft (IW) kaum etwas. Die Zahl der Pflegefälle in Deutschland werde bis 2050 von heute 2,5 auf 3,5 bis 4,2 Millionen steigen. Das geht aus einer IW-Untersuchung hervor, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Die jährlichen Ausgaben der Pflegeversicherung würden in dieser Zeit von rund 22 auf 34 bis 38 Milliarden Euro anwachsen. Bereits 2030 seien es 26 bis knapp 29 Milliarden Euro.

Deshalb sei der Vorsorgefonds, den die Koalition mit ihrer Pflegereform einführen will, fast nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Von 2015 bis 2033 sollen hierbei mehr als 1,2 Milliarden Euro pro Jahr angespart werden. Mit dem Geld sollen für die Versicherten vom Jahr 2034 an zu große Beitragsanhebungen verhindert werden. Dann kommen die starken Geburtsjahrgänge 1959 bis 1967 ins typische Pflegealter.

Das in Köln ansässige Institut plädiert dafür, die Finanzierung der Heim-Pflege von einer Umlagefinanzierung auf Kapitaldeckung umzustellen. Das würde bedeuten, dass die Kosten nicht mehr aus Beitragsgeldern bestritten würden, sondern dass jede Generation für das eigene Risiko eine Rücklage schafft.

 



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