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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
01. Juli 2014

Kassen treten beim Krankengeld oft auf Sparbremse

Patienten werden immer wieder Leistungen verwehrt, die sie eigentlich sicher erwartet hatten. Oft geht es dabei um Krankengeld. Aktuelle Probleme stellt die Unabhängige Patientenberatung vor.

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Gesetzliche Krankenkassen drängen Versicherte immer wieder, trotz Krankschreibung zu arbeiten. Das zeigen viele Beschwerden von Patienten. Was die Versicherten derzeit am meisten bewegt, erläutert die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bei der Vorlage ihres Jahresberichts an diesem Dienstag (12 Uhr).

Dargestellt werden Auffälligkeiten, häufige Probleme und besonders relevante Themen in der Patientenberatung. Für den aktuellen "Monitor Patientenberatung 2014" wurden rund 80 000 Beratungsgespräche anonym ausgewertet.

UPD-Geschäftsführer Sebastian Schmidt-Kaehler hatte der Nachrichtenagentur dpa bereits im Mai gesagt, Beschwerden zum Thema Krankengeld hätten nicht nachgelassen. Das Problem, dass krankgeschriebene Versicherte zum Arbeiten gedrängt würden, tauche in der Beratung häufig bei psychischen Erkrankungen auf. Bereits im vergangenen Sommer hatte die Patientenberatung auf tausende solcher Fälle aufmerksam gemacht.

Auch dem Sozialverband VdK sind viele solcher Fälle bekannt. Bei der Bundesdatenschutzbeauftragten gibt es ebenfalls entsprechende Beschwerden. Kassen versuchten auch, Versicherte zu Reha-Leistungen auf Kosten der Rentenkasse zu bewegen, hieß es dort.

Die Grünen warnten, die schwarz-rote Reform der Krankenkassen-Finanzen drohe restriktives Verhalten der Kassen noch zu verschärfen. Die Kassen würden immer stärker zum Sparen gezwungen.

Die UPD berät Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen. Der Bundespatientenbeauftragte Karl-Josef Laumann (CDU) will Schlussfolgerungen aus dem Bericht ziehen.

 



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