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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
26. Juni 2014

Palliativmediziner fordern bessere Versorgung in Pflegeheimen

Die Sterbebegleitung in Pflegeheimen ist Experten zufolge noch lange nicht optimal. Ein Grund sei die Vergütung: Die Palliativversorgung in Hospizen werde von der Sozialversicherung weit besser honoriert, kritisiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz.

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Die medizinische Versorgung sterbenskranker Menschen in Altenpflegeheimen muss nach Ansicht von Palliativmedizinern wesentlich verbessert werden. "Wir haben immer mehr schwerkranke Menschen in Pflegeheimen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Prof. Friedemann Nauck, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Arbeitsbedingungen dort seien aber "zum Teil katastrophal".

In Pflegeheimen müssten viel mehr spezialisierte ambulante Palliativversorgungsteams eingesetzt werden, um alte und oft auch demenzkranke Menschen am Ende ihres Lebens ihren Bedürfnissen entsprechend zu behandeln und begleiten. Nauck forderte für jedes Krankenhaus und jede Pflegeeinrichtung einen verantwortlichen Palliativbeauftragten.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sprach von einer "offenkundigen Ungerechtigkeit" bei der Palliativversorgung in Pflegeheimen. Die Sozialversicherung vergüte die Sterbebegleitung in einem Hospiz fünfmal höher als in einem Heim. "So stehen für den Hospizpatienten rund 7500 Euro zur Verfügung, für den sterbenden Pflegeheimbewohner maximal 1.550 Euro im Monat", sagte Vorstand Eugen Brysch. Auch die Pflegereform werde daran nichts ändern. "Es fehlt eine Pflegestufe für Sterbende. Dabei darf der Ort keine Rolle spielen."

Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, hätten keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Hospizplatz, sagte die Düsseldorfer Fachärztin Susanne Hirsmüller, Präsidentin des erstmals beim Palliativkongress stattfindenden Hospiztages. Rund 100 000 Menschen - überwiegend Frauen - engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich in der Hospizarbeit.

DGP-Präsident Nauck forderte die Ausweitung der bisherigen palliativmedizinischen Betreuung von unheilbar kranken Krebspatienten auf Patienten mit chronischen Herz-, Lungen- oder Nierenleiden und auf Demenzkranke. Eine gute und würdevolle Versorgung müssten außerdem auch schwerstkranke behinderte Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und Obdachlose erhalten. Etwa jeder Zehnte der jährlich in Deutschland sterbenden mehr als 800.000 Menschen brauche eine zusätzliche Palliativversorgung, so Nauck.

 



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