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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
19. Mai 2014

Spahn fordert mehr Geld für HIV-infizierte Bluter

Angesichts andauernden Leids hunderter Opfer des sogenannten Bluterskandals fordert der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn mehr Geld für die durch Blutprodukte HIV-infizierten Menschen.

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"Gott sei Dank leben die Betroffenen dank neuer Medikamente viel länger, als man es damals angenommen hat", sagte Spahn, der auch Vorsitzender des Rates der Stiftung "Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen" ist, am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.  In der Studie der Prognos AG im Auftrag der Stiftung heißt es: "Damit die rund 550 noch lebenden direkt Betroffenen sowie die Angehörigen auch nach 2016 noch die für sie notwendigen finanziellen Leistungen erhalten können, ist die finanzielle Basis der Stiftung durch Zustiftungen langfristig sicherzustellen." Drei Viertel der Menschen, die Geld aus der Stiftung bekommen, hätten inzwischen AIDS. Die meisten seien zudem durch die verunreinigten Blutprodukte mit Hepatitis C infiziert. Viele bräuchten Hilfe von anderen Menschen, viele könnten nicht selbst ihren Lebensunterhalt verdienen.

Bereits seit Längerem wird erwogen, dass der Bund zunächst mit weiteren zehn Millionen Euro die Finanzierung der Stiftung bis 2017 sicherstellt. "Dafür kämpfen wir fraktionsübergreifend in den Haushaltsberatungen", sagte Spahn. Für die Zeit danach gehörten Bund, Länder, Rotes Kreuz und Pharmaindustrie nun zügig an einen Tisch. Die Blutpräparate mit dem Erreger waren damals trotz Erkenntnissen über die Gefahren zu spät vom Markt genommen, Risiken heruntergespielt worden. 1995 wurde die Stiftung ins Leben gerufen. 100 Millionen D-Mark stellte der Bund, 90,8 Millionen zahlten sechs Pharmafirmen, weitere Mittel kamen vom Roten Kreuz und den Ländern.

Ursprünglich wurde der Tod aller Betroffenen bis 1999 erwartet. Wegen der Fortschritte in der Aids-Therapie und weil auch die Kinder der Betroffenen finanzielle Hilfe bekommen, sind laut Schätzungen nun noch Jahrzehnte Mittel nötig. Bisher keine Hilfe vorgesehen war zudem für rund 3000 mit dem HC-Virus infizierte Hämophile, die nicht HIV-infiziert sind.

 



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