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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
20. September 2013

Patienten besser vor Fehlern schützen - Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) fordert mehr Investitionen und "Agenda Patientensicherheit"

Auch nach Einführung des Patientenrechtegesetzes ist Patientensicherheit weiterhin ein zentrales Thema. Insbesondere in der Gesundheitsvor- und Fürsorge ist es unverzichtbar. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) vermisst hierzu jedoch eine klare Positionierung der Parteien - gerade im nun zu Ende gehenden Bundestags-Wahlkampf. Es gehe vor allem darum, Sicherheitsmaßnahmen im Klinikalltag fest zu verankern. Zur Koordination, Sicherstellung und Weiterentwicklung fordert das APS von der Politik deutlich mehr Investitionen und ein klares Konzept für eine umfassende institutionelle Verortung der verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

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Täglich kommt es in Krankenhäusern und Arztpraxen zu Behandlungsfehlern mit oder ohne Schadensfolge für den Patienten. Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder sogar Tod können die schwerwiegenden Folgen sein. "Durch konsequente Umsetzung vorhandener Konzepte in allen Bereichen des Gesundheitswesens unter Einbindung der unterschiedlichen Verantwortungsebenen kann das Risiko vor vermeidbaren, unerwünschten Ereignissen hierzulande deutlich gesenkt werden", sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS). Sie verweist dabei auf die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern sowie auf Studienergebnisse auch aus Deutschland.

Infektionen durch Hygienemängel, Behandlungsfehler, falsche Arzneimittelgaben, überarbeitetes Personal - die Liste möglicher Gefahren für Patienten in Krankenhaus und Arztpraxis ist lang. Jährlich muss man von mindestens 17.500 dadurch verursachten tödlichen Ausgängen ausgehen. Hinzu kommt, dass einer von 1000 Patienten, die stationär behandelt werden, eine vermeidbare Schädigung erleidet. Analysen zeigen, dass verschiedene Ursachen dafür verantwortlich sind. "Wenn eine Pflegekraft aus Kostengründen oftmals mehr als zwei Intensivpatienten betreuen muss, ist das für einen Hochrisikobereich schlicht zu wenig, Fehler sind vorprogrammiert", verdeutlicht François-Kettner. Deshalb müssten Maßnahmen zur Patientensicherheit von der Fehleranalyse bis hin zu den Personalschlüsseln systematisch in einer von allen Akteuren getragenen "Agenda Patientensicherheit" gebündelt werden. Dazu seien vorhandene Modelle für eine nachhaltige Finanzierung, wissenschaftliche Begleitung und flächendeckende Einrichtung im Klink- und Praxisalltag im Rahmen ihrer gesetzgeberischen Verantwortung zusammen mit der Selbstverwaltung zügig von der Politik zu prüfen und in den Gesundheitsstrukturen einzurichten. "Hochrisikobereiche in der Wirtschaft gehen erst dann "ans Netz", wenn Sicherheitskonzepte umgesetzt und ihre Wirkung überprüft wurde, was mit teilweise enormen auch finanziellem Aufwand verbunden ist", stellt François-Kettner fest. "Es stellt sich die Frage, warum wir im Hochrisikobereich Gesundheitswesen nicht ähnlich konsequent verfahren."

Die Patientensicherheit und die Vermeidung von Fehlern gehen jeden an. Sie ist eine öffentliche Aufgabe - auch für die zur Wahl stehenden Parteien. Das APS vermisst hier eine klare Positionierung und erhofft sich von einer neuen Regierung, dass sie diese Problematik besser wahrnimmt als in der Vergangenheit und mit aktiven Maßnahmen angeht.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) ist ein Netzwerk, das sich für eine sichere Gesundheitsversorgung in Deutschland aktiv einsetzt. Beteiligte aus allen Gesundheitsberufen und -institutionen, Patientenorganisationen und Interessierte haben sich zusammengeschlossen, um in gemeinsamer Verantwortung konkrete Lösungsvorschläge zur Steigerung der Patientensicherheit im medizinisch-pflegerischen Versorgungsalltag zu entwickeln, die als Handlungsempfehlungen allen Akteuren im Gesundheitswesen zur Verfügung stehen.

 
Quelle: Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.



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