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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
16. September 2013

EBM 2013: Freie Ärzteschaft fordert Stopp des neuen Bürokratiemonsters

In der Ärzteschaft wächst die Kritik am neuen  Einheitlichen Bewertungsmaßstab, dem EBM 2013. Vor allem in den  Kassenärztlichen Vereinigungen Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen,  Baden-Württemberg und jetzt auch Nordrhein regt sich Widerstand gegen das zu erwartende Vergütungschaos. "Aber bislang trifft der Protest  bei den Entscheidern der Krankenkassen und der Kassenärztlichen  Bundesvereinigung (KBV) offenbar auf völlige Ignoranz", moniert  Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ). "Wir  fordern, dass die Funktionäre endlich auf die massive Kritik reagieren und den EBM 2013 stoppen."

Bereits zum 1. Oktober 2013 soll der neue Hausarzt-EBM in Kraft  treten. Die Praxen werden demnach wieder einmal verpflichtet, nach  einem neuen System abzurechnen - allerdings weiter unter der Knute  von Budgets und Pauschalen. "Der neue EBM ist auch nicht einfacher,  verständlicher und leistungsgerechter, sondern das ganze Gegenteil",  empört sich FÄ-Vizevorsitzende Dr. Silke Lüder.

Die Fachärztin für Allgemeinmedizin erläutert das: "Die Praxisärzte  werden künstlich in sogenannte typische und untypische Hausärzte, in  Grundversorgerfachärzte und Nicht-Grundversorgerfachärzte aufgeteilt. Neue umständliche Abrechnungsziffern stiften zusätzlich Verwirrung.  Die bisherigen Billig-Pauschalen sind weiter nach unten gestaffelt  und setzen die Ärzte verstärkt unter Leistungs-und Zeitdruck. Für den einzelnen Patienten bleibt also noch weniger Zeit." Um dem Protest  gegen das "Bürokratiemonster" zu bekräftigen, plant der Ärzteverband  erneut eine bundesweite Faxaktion der Arztpraxen adressiert an die  KBV.

Die FÄ erinnert zudem die schwarz-gelbe Bundesregierung an ihr  Versprechen direkt nach der Bundestagswahl 2009: Vollmundig hieß es,  die niedergelassenen Ärzte bekämen in einer großen Honorarreform ein  einfaches und verständliches Vergütungssystem, das ihre Leistungen  adäquat abbilden würde. Auch die Kostenerstattung sollte  vorangetrieben werden. Daraus geworden ist jedoch nichts. Daher  fordert die FÄ von jeder neuen Bundesregierung die Einlösung  politischer Versprechen. "Nur mit angemessenen und festen Preisen für jede ärztliche Leistung und der Möglichkeit der Kostenerstattung kann die Qualität der Medizin aufrechterhalten und ein massiver  Ärztemangel abgewehrt werden", betont FÄ-Chef Dietrich.

 
Quelle: Freie Ärzteschaft e. V.



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