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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
13. September 2013

Importarzneimittel: Licht und Schatten

Die Monatsfrage des APOkix im August beschäftigt sich mit der Abgabe importierter Rx-Präparate. Rund jede zwanzigste abgegebene Packung rezeptpflichtiger Medikamente ist ein Importarzneimittel. Index für die aktuelle Geschäftslage erreicht Jahreshöchstwert.

Apotheken in Deutschland sind laut Rahmenvertrag nach § 129 SGB V verpflichtet, das Gesundheitswesen durch die Abgabe von EU-weit importierten Originalarzneimitteln zu entlasten. So kann das das deutsche Gesundheitswesen vom Preisgefälle bei Originalpräparaten innerhalb der EU profitieren. Insgesamt sollen Apotheken fünf Prozent des importfähigen Anteils ihres Fertigarzneimittelumsatzes durch Arzneimittelimporte decken. Halten sich Apotheken nicht an die Importvorgaben, drohen Retaxationen seitens der Krankenkassen. Einen entsprechenden Malus bei der Rezeptabrechnung müssen jedoch nur wenige Apotheken fürchten. Zu diesem Ergebnis kommt der Apothekenkonjunkturindex (APOkix) der IFH Pharma Experts in seiner aktuellen Monatsfrage. Befragt wurden im August 278 Apothekeninhaberinnen und -inhaber. Es zeigt sich vi elmehr, dass über 60 Prozent der Apotheken die verlangte Importquote sogar übertreffen und entsprechende Guthaben erwirtschaften. Die Guthaben werden den Apotheken jedoch nicht ausbezahlt, sondern dienen als Puffer für Zeiten, in denen sie die Importvorgaben nicht einhalten. Im Mittel weisen die am APOkix teilnehmenden Apotheken aktuell ein entsprechendes Guthaben von jeweils rund 3.000,- Euro auf. Hochgerechnet auf die knapp 21.000 Apotheken in Deutschland entspricht dies einem Betrag von 63 Millionen Euro.

Apotheker bewerten Abgabe von Importarzneimitteln kritisch

Durch die Abgabe importierter Originalarzneimittel sparen Krankenkassen bei der Rezeptabrechnung Millionenbeträge ein - das Gesundheitssystem und somit auch die Beitragszahler werden entlastet. Dennoch bewerten die Apothekerinnen und Apotheker die Abgabe von Importarzneimitteln nicht nur positiv: So weisen über 80 Prozent darauf hin, dass die Akzeptanz von Importarzneimitteln beim Verbraucher oftmals nicht gegeben sei und deren Abgabe oft mit Irritationen einhergehe, was eine umfassende Aufklärung erfordere. Knapp 28 Prozent der Apothekerinnen und Apotheker bemängeln, dass Reimporte häufig eine fehlerhafte Kennzeichnung und fehlende oder falsche Gebrauchsinformationen aufweisen. Insgesamt erachten nur 27% der Befragten die gesetzlichen Regelungen zu Importarzneimitteln als ausreichend, um die Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten. Auch für den Arbeitsalltag in der Apotheke ist die Abgabe von Importarzneimitteln nicht immer ein Segen: Rund 75% der Apothekerinnen und Apotheker weisen darauf hin, dass die Beschaffung von Importarzneimitteln häufiger mit Problemen und Lieferverzögerungen verbunden sei. Zudem sei es durch die Rabattverträge komplizierter geworden, zu entscheiden, wann ein Importarzneimittel abgegeben werden dürfe und wann nicht. Für 68% der Befragten steht fest, dass Importarzneimittel für ihre Apotheke einen erheblichen Mehraufwand in der Bestellung und Dokumentation bedeuten.

Geschäftslage der Apotheken verbessert sich leicht

Die Konjunktur der deutschen Apotheken hält sich stabil. Im August steigt der Index für die aktuelle Geschäftslage leicht an und landet bei 102,9 Punkten. Inhaberinnen und Inhaber von größeren Apotheken bewerten die aktuelle Geschäftslage im Durchschnitt dabei positiver als Apothekerinnen und Apotheker, die kleinere Apotheken besitzen. Auch der Wert für die erwartete Geschäftslage hält sich stabil und landet im August bei 94,9 Indexpunkten. Auch hier nimmt die Zuversicht mit steigender Unternehmensgröße zu.

 
Quelle: APOkix – Das Stimmungsbarometer der Apotheken in Deutschland, IFH Institut für Handelsforschung GmbH



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