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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
04. September 2013

Zeitung: DIW kritisiert Pläne für Familiensplitting

Die Pläne der Union für eine stärkere steuerliche Förderung von Familien stoßen nach einem Zeitungsbericht beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) auf harsche Kritik. Sie kosteten Milliarden, bevorzugten Gut- und Spitzenverdiener und hielten Frauen davon ab, nach der Geburt eines Kindes in den Job zurückzukehren, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) aus einer DIW-Studie. In ihrem Wahlprogramm spricht sich die Union - wie die FDP - dafür aus, das Ehegattensplitting zu einer Art Familiensplitting weiterzuentwickeln. Sie wollen den steuerlichen Grundfreibetrag für Kinder anheben. Die CDU/CSU verspricht zudem eine Erhöhung des Kindergelds.

Der Zeitung zufolge hat das DIW in seinem neuen Wochenbericht das Konzept der Union näher untersucht. Demnach würden Familien durch die Reform im Schnitt um 700 Euro entlastet. Die Verbesserungen wären jedoch sehr ungleich verteilt: Während Geringverdiener nur 300 Euro mehr im Jahr hätten, kämen Bezieher durchschnittlicher und hoher Gehälter auf bis zu 866 Euro. Komplett leer gingen Familien aus, die Hartz IV beziehen. Sie profitierten naturgemäß weder vom höheren Freibetrag noch von der Anhebung des Kindergelds, weil Letzteres auf ihre Sozialleistungen angerechnet wird.

Zudem würde die Reform die öffentlichen Kassen mit mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr belasten.

 



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