Mittwoch, 23. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
26. August 2013

Pathologen: "Innovationsfeindlichkeit der gesetzlichen Krankenversicherung?"

Es ist eine Grundsatzfrage, die den Bewertungsausschuss von  Krankenkassen und Ärzten künftig beschäftigen wird. Wie ist mit der  neuen molekularen Medizin umzugehen? Ein interner Streit über die  Abrechnungsfähigkeit der Genexpressionsanalyse führt zu einer  "Präzisierung" im EBM und de facto zu Leistungsausschlüssen für  gesetzlich versicherte Brustkrebspatientinnen. Ab 01.10.2013 wird im  EBM die bislang noch erlaubte Abrechnung von Genexpressionstests  nicht mehr möglich sein.

Anzeige:
 
 

Der mit der molekularen Medizin verbundene Innovationsschub hat im  Augenblick eine Geschwindigkeit erreicht, auf die das deutsche Gesundheitssystem nicht vorbereitet ist. Das bedeutet konkret, dass wichtige Entscheidungen nicht gefällt werden können und verschoben werden zum Leidwesen und zu Lasten der betroffenen Patienten und  Patientinnen. Insofern hält es der Bundesverband Deutscher Pathologen für dringend erforderlich, die Strukturen dahingehend zu ändern, dass wichtige innovative Ansätze in einem überschaubaren Zeitraum realisiert werden können.

Prof. Dr. med. Werner Schlake appelliert an die Kassenärztliche  Bundesvereinigung und auch an die Kassen, entsprechende  Voraussetzungen so schnell wie möglich zu schaffen und  prognostiziert: "Sollte das nicht geschehen, wird es in diesem Punkt  zu einer echten Zwei-Klassen-Medizin kommen."

Die Rückschrittlichkeit der gesetzlichen Krankenversicherung zeigt sich auch an den zahlreichen Restriktionen für innovative Fachgebiete: die noch erlaubten molekularen Leistungen werden um 30% abgewertet, die Bedarfsplanung soll das personelle Angebot an diagnostisch tätigen Ärzten einschränken, und die Anpassung von Genehmigungen hinkt um ein Jahrzehnt hinter den Weiterbildungsanforderungen hinterher.

An diesen und ähnlichen Beispielen wird Prof. Schlake gemeinsam mit Eva Schumacher-Wulf von "Mamma Mia" als Patientenvertreterin die  derzeitige Lage im Gesundheitswesen verdeutlichen. "Statt Gesundheit nach Kassenlage brauchen wir mehr Anreize für Qualität und Innovation", fasst Prof. Schlake seine Forderungen zusammen.

 
Quelle: Bundesverband Deutscher Pathologen



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017