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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
06. August 2013

Steinbrück will große Pflegereform - Experte: Verlorene Jahre

Die Bundesregierung hat zwar eine Pflegereform beschlossen - doch laut SPD und Kuratorium Altershilfe war sie völlig unzureichend. Sie trommeln für weit größere Anstrengungen.

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will bei einem Bundestagswahlsieg eine große Pflegereform mit 125.000 zusätzlichen Pflegerinnen und Pflegern auf den Weg bringen. Schwerpunktmäßig soll die Pflege älterer Menschen zu Hause erleichtert werden. Auch das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) forderte einen raschen Ausbau der Altenpflege - ähnlich wie zuletzt bei der Kleinkindbetreuung.

Der schwarz-gelben Bundesregierung warfen sowohl Steinbrück als auch der KDA-Vorsitzende Jürgen Gohde am Montag in Berlin vor, trotz der auf den Weg gebrachten Reform in dem Bereich für vier verlorene Jahre verantwortlich zu sein.

"Wir brauchen eine umfassende Pflegereform", sagte Steinbrück. Nötig seien etwa mehr altersgerechtere Wohnungen und mehr Betreuung vor Ort. Es gebe 2,5 Millionen Pflegebedürftige, der Anteil werde in Deutschland rasant steigen. Unter Union und FDP seien aber nur 9.000 Pfleger eingestellt worden. Nun müsse der Beruf attraktiver werden, etwa durch bessere Bezahlung und geregelte Arbeitszeiten. Es könne nicht sein, dass die Ausbildung teils selbst bezahlt werden müsse, sagte Steinbrück.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sagte: "Die Forderungen von Herrn Steinbrück werden auch durch ständiges Wiederholen nicht richtig" So sei etwa die Aussage, den Pflegebeitrag um 0,5 Prozentpunkte anzuheben und davon 125.000 mehr Pflegekräfte zu finanzieren, irreführend.

Verdi-Chef Frank Bsirske lobte den Vorstoß bei einem gemeinsamen Auftritt. "Das ist ein konkreter Schritt nach vorne." 70% der Arbeitsplätze im ambulanten Bereich seien Teilzeit-Arbeitsplätze, man brauche mehr Vollzeit-Jobs und eine höhere Bezahlung.

KDA-Chef Gohde richtete heftige Vorwürfe auch ausdrücklich an Pflegekassen und manche Kommunen. Sie seien für interessengeleitete Flickschusterei auf dem Rücken der Betroffenen verantwortlich.

Gohde machte sich für eine weitere Anhebung des Beitragssatzes von 2,05 auf 2,45 % stark, für Menschen ohne Kinder auf 2,7%. In einem gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellten Konzept für eine Reform ist zudem von frischen Steuermitteln für den steigenden Bedarf an besserer Pflege die Rede. "Es muss dort ankommen, wo es benötigt wird", forderte Gohde.

Zentral sei, dass es eine bessere Infrastruktur gebe, eine bessere Eingruppierung von Demenzkranken in die Pflegeversicherung, mehr Kurzzeitpflege, ein besseres Management der einzelnen Pflegefälle und eine stärkere Ausrichtung an Vorbeugung und Rehabilitation.

 



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