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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
25. Juli 2013

Hohe Nitratwerte im Grundwasser: EU-Kommission über Wasserqualität in Deutschland besorgt

"Report Mainz" vom 23. Juli 2013

Das Umweltbundesamt und die EU-Kommission drängen nach Recherchen von "Report Mainz" wegen hoher Nitratwerte im Grundwasser darauf, die Düngeverordnung zu verschärfen. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, erklärt im Interview mit "Report Mainz": "Ein Viertel des Grundwassers in Deutschland hat zu hohe Nitratwerte. Das ist ein gravierendes Problem." Gülle aus der Viehhaltung und Gärreste aus Biogasanlagen verunreinigten das Wasser mit Nitrat.

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Vor allem die schnell wachsende Anzahl an Biogasanlagen und der damit verbundene Maisanbau verschärften das Problem. Um das Grundwasser besser vor Nitrat zu schützen, gebe es "dringenden Handlungsbedarf". Weiter erklärt Flasbarth: "Das Umweltbundesamt empfiehlt dringend, dass die Düngeverordnung präzisiert und verschärft wird." Dabei sei es sehr wichtig, auch die Gärreste aus den Biogasanlagen in schärfere Regelungen für Düngehöchstmengen mit einzubeziehen.

Auch die EU-Kommission ist über "die Entwicklung der Wasserqualität in Deutschland besorgt". Das geht aus einem internen, bisher unveröffentlichten Schreiben der Kommission an das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) hervor, welches "Report Mainz" vorliegt. Die Kommission fordert, Deutschland müsse sicher stellen, dass die Wasserqualität in einem angemessenen Zeitrahmen akzeptabel werde. Eine "Verbesserung der derzeit geltenden Maßnahmen" zum Grundwasserschutz sei erforderlich, um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Die Kommission zeigt sich vor allem über den wachsenden Anbau an Energiepflanzen, wie z. B. Mais, besorgt, da dieser zu einer Verschärfung der Nitratbelastung im Grundwasser beitrage. Die Düngeverordnung müsse deutlich verschärft, die Stickstoffbelastung schneller reduziert werden, da Deutschland sonst die Ziele der Richtlinie in Bezug auf Grundwasser nicht vor 2064 erreichen werde.

Auf Nachfrage von "Report Mainz" erklärt Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) dazu: "Wir arbeiten im Moment gerade an der ganzen Düngeverordnung, letztendlich auch mit der Kommission. Das ist ein normaler Prozess, der dauert mehrere Jahre in der Regel und da sind wir gerade dran."

Deutschland hatte sich bereits vor mehr als 20 Jahren verpflichtet, die Nitratwerte im Grundwasser zu senken und dafür zu sorgen, dass alle Gewässer in einem guten chemischen Zustand sind. Das ist bisher nur teilweise gelungen. In zahlreichen Regionen steigen die Nitratwerte weiter an. Betreiber von Wasserwerken befürchten den Grenzwert für Nitrat von 50 mg/Liter bald nicht mehr einhalten zu können. Bernhard Röhrle vom Zweckverband Landeswasserversorgung in Stuttgart erklärt gegenüber "Report Mainz": “Die Situation ist besorgniserregend. Wir müssen dringend und kurzfristig reagieren, so dass es zu keinen Grenzwertüberschreitungen kommt.” Egon Harms vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbund sagt in "Report Mainz": "Die Situation ist für uns hier mittlerweile hoch dramatisch, weil die Nitratwerte wieder steigen." Für Nitrat gilt ein strenger Grenzwert, da Nitrat im Körper zu Nitrosaminen umgebaut werden kann. Diese sind krebserregend.

 
Quelle: food-monitor Newsletter - "Report Mainz"



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