Sonntag, 22. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
11. Juni 2013

Studie: Schaden durch Flutkatastrophe bei zwölf Milliarden Euro

Das Hochwasser an deutschen Flüssen könnte die Versicherungsbranche nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch bis zu drei Milliarden Euro kosten. Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte sich auf rund zwölf Milliarden Euro belaufen, teilte Fitch am Dienstag in Frankfurt mit. Davon müsse die Versicherungsbranche voraussichtlich 2,5 bis 3 Milliarden Euro tragen. Damit käme das Hochwasser die Versicherer teurer zu stehen als die Flut im Jahr 2002. Diese hatte der Branche rund 1,8 Milliarden Euro gekostet.

Anzeige:
 
 

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte zuletzt unterschiedliche Angaben dazu gemacht, ob der Schaden diesmal höher als vor elf Jahren liegen wird. Erste Schätzungen sollen Ende der Woche veröffentlicht werden.

Den Großteil der Belastungen erwartet Fitch bei den Versicherungen von Gebäuden, Hausrat und Autos. Geschädigte Unternehmen, die wegen der Wassermassen ihr Geschäft vorübergehend einstellen müssen, dürften zudem ihre Versicherungen gegen Betriebsausfälle in Anspruch nehmen. Fitch sieht vor allem öffentliche Versicherer wie die Versicherungskammer Bayern und die Sparkassen Versicherungen stark in der Haftung. Auch Branchenprimus Allianz, der im Osten Deutschlands stark engagiert ist, müsse voraussichtlich besonders tief in die Tasche greifen.

Dass die versicherten Schäden weit unterhalb des volkswirtschaftlichen Schadens liegen, schreiben die Fitch-Experten der Geschäftspolitik der Versicherer zu. In hochwassergefährdeten Gebieten sei Versicherungsschutz gegen Elementarschäden nur schwer oder nur zu sehr hohen Preisen zu erhalten.

Es seien zwar bei knapp ein Drittel aller Gebäudeversicherungen Elementarschäden etwa durch Hochwasser enthalten. Dieser Schutz sei allerdings bundesweit unterschiedlich verteilt. Unter den von der Flut betroffenen Bundesländern habe Bayern mit 21 Prozent die niedrigste Elementarschutz-Quote, Sachsen mit 42 Prozent die höchste. "Allerdings dürfte innerhalb der Hochwasserrisikogebiete die Abdeckung von Elementarrisiken aufgrund der oben beschriebenen Probleme deutlich niedriger sein", schätzt Fitch.

Trotz der absehbaren Milliardenschäden sieht Fitch die Versicherer nicht in Gefahr. Die Bonität der Unternehmen werde kaum Schaden nehmen. Die Experten gehen davon aus, dass die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb in der Branche weiterhin übersteigen würden. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote der Erstversicherer dürfte unter der kritischen Marke von 100 Prozent bleiben, da Rückversicherer einen Teil der Schäden übernehmen würden.

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re und der Branchendritte Hannover Rück hatten zu Wochenbeginn darauf verwiesen, dass es für eine Einschätzung der Flutschäden noch zu früh sei.
 

 



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs