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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
07. Juni 2013

Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca sind über den G-BA-Beschluss zum SGLT-2-Inhibitor Dapagliflozin enttäuscht

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gab heute bekannt, dass er für das orale Antidiabetikum Forxiga® (Dapagliflozin) keinen Zusatznutzen zur Behandlung von Patienten mit Typ 2 Diabetes im Vergleich zur zweckmäßigen Standardtherapie sieht. Forxiga® ist der erste zugelassene Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse der SGLT-2-Inhibitoren und wirkt insulinunabhängig. Diese Entscheidung kann in Deutschland Auswirkungen auf zahlreiche Patienten haben, die von Dapagliflozin profitieren könnten.

Dapagliflozin erfüllt die in den Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft definierten Ziele einer Therapie mit einem Antidiabetikum. Zu diesen gehören eine adäquate Blutzuckersenkung unter Vermeidung von Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und Unterzuckerungen (1). Die Entscheidung des G-BA erfolgt eine Woche, nachdem das NICE (National Institute for Health and Care Excellence) eine positive Empfehlung für die Verschreibung und Erstattung von Dapagliflozin in England und Wales erteilt hat.

"Die Hersteller Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca sind überzeugt, dass Forxiga® eine wichtige neue Behandlungsoption für Patienten mit Typ-2-Diabetes darstellt und dass mit den eingereichten Studiendaten alle Anforderungen für eine positive Beurteilung erfüllt worden sind", erklärt Han Steutel, Geschäftsführer Bristol-Myers Squibb Deutschland. "Wir werden nun die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten prüfen."

Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca sind vor dem Hintergrund der positiven Beurteilung der Substanz durch andere Gesundheitsbehörden und der nachgewiesenen Wirksamkeit überrascht über die Entscheidung des G-BA. In Deutschland sind etwa sechs Millionen Menschen an Diabetes erkrankt (2). Experten gehen davon aus, dass die Zahl von Typ-2-Diabetikern in den nächsten 10 - 20 Jahren in Deutschland deutlich ansteigen wird. Im Jahr 2030 wird die Zahl der Typ-2-Diabetiker allein in der Altersgruppe der 55 - 74jährigen um etwa 1,5 Millionen höher als heute sein (3). Gerade für die Behandlung des Typ-2-Diabetes ist daher der Bedarf an innovativen Medikamenten nach wie vor sehr hoch.
"Seit der Zulassung von Forxiga® werden in Deutschland über 16.000 Patienten mit Forxiga® behandelt - mit guten Erfolgen. Es stößt bei uns auf Unverständnis, dass der G-BA den Nutzen dieser innovativen Therapie für Patienten und Ärzte nicht anerkennt. "Wir hoffen, dass wir die Chance auf eine zweite Anhörung bekommen, bevor der Beschluss am 15. Juni wirksam wird."

Literaturhinweise:
(1) Matthaei S et al. Behandlung des Diabetes Mellitus Typ 2. Diabetologie und Stoffwechsel: Supplement
Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft. 2011;6:131-136.
(2) Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2013, Herausgeber: DiabetesDE
(3) Brinks R et al. Prevalence of type 2 diabetes in Germany in 2040: estimates from an epidemiological model. Eur J
Epidemiol 2012;27(10):791-7.
(4) Fachinformation Forxiga, Stand April 2013
(5) Wright EM, Hirayama BA, Loo DF. J Intern Med 2007;261(1):32-43
(6) Silverman M, Turner RJ. Glucose transport in the renal proximal tubule. In: Windhager EE, ed. Handbook of Physiology, Vol. II. New York, NY: Oxford University Press; 1992:2017-2038
(7) Rahmoune H, Thompson PW, Ward JM et al. Diabetes 2005;54:3427-3434
(8) Vestri S, Okamoto MM, de Freitas HS et al. J Membr Biol 2001;182:105-112
(9) Bailey CJ, et al., Lancet 2010; 375: 2223-33

 
Quelle: Quelle: BMS, AstraZeneca



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