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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
11. April 2013

TK: Demografischer Wandel ist nicht der Kostentreiber im Gesundheitswesen

"Die demografische Entwicklung ist nicht der Hauptverursacher steigender Kosten im Gesundheitswesen." Zu diesem Schluss gelangte Anneliese Bodemar, Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK), anlässlich eines Vortrags bei der Senioren-Union in Bingen.

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Setzt man gleichbleibende Rahmenbedingungen voraus, wird bis zum Jahr 2060 laut einer Studie der Krankenkassenbeitragssatz auf 30 bis 50% steigen. Aktuell entfalle fast die Hälfte der gesamten Krankheitskosten in Deutschland auf Menschen über 65 Jahre, erläuterte Bodemar. Wiederum die Hälfte dieser Ausgaben werde durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische und Verhaltensstörungen sowie Krankheiten des Verdauungssystems hervorgerufen.
 
Eine starke Zunahme von bestimmten Erkrankungen wie Demenz, Diabetes oder Makuladegeneration sei zu erwarten. Die TK-Leiterin wies darauf hin, dass neun von zehn Menschen über 70 Jahre laut der Altersstudie der Berliner Charité unter fünf oder mehr Erkrankungen leiden. Zudem werde die Pflegebedürftigkeit steigen. 2030 werden schätzungsweise 3,4 Millionen Menschen pflegebedürftig sein.
 
Trotzdem geht die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) davon aus, dass die demografische Alterung entgegen aller Erwartungen nur 0,4 Prozentpunkte an den künftigen Mehrausgaben ausmacht. Grund sei, so Bodemar, dass der zunehmende Anteil der Rentner durch den geringeren Anteil mitversicherter Kinder und Ehegatten aufgefangen werde, da in Zukunft weniger Kinder zur Welt kommen und mehr Ehepartner selbst berufstätig und damit versicherungspflichtig sein werden. Auch gingen Arbeitnehmer später in Rente. "Der medizinische Fortschritt entwickelt sich rasant, doch ihn gibt es nicht zum Nulltarif. Er wird den größten Teil der Kostensteigerung ausmachen", sagte die TK-Leiterin.
 
Um die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sicherzustellen, seien kurz- und mittelfristige Steuerungsmaßnahmen notwendig. Neben dem Abbau von ineffizienten Strukturen wie Verwaltungskosten und Doppeluntersuchungen könnten Wettbewerbselemente wie Beitragsautonomie und freiheitliche Vertragsgestaltung Anreize zur Kostenminimierung bieten.
 
Abschließend ging Anneliese Bodemar auf die wichtige Rolle der Arbeitgeber und das betriebliche Gesundheitsmanagement ein. Gesunde, leistungsfähige Mitarbeiter bis zur Rente seien für den Standort Deutschland wichtig. Es ergäbe sich eine Win-Win-Situation, da nicht nur die Arbeitgeber von höheren Gewinnen und weniger Fluktuation profitierten, sondern auch die Arbeitnehmer von besseren Arbeitsbedingungen, die sie zufriedener machten.
 
Unterstützung fänden die Unternehmen bei der TK, die sie bei der Einführung und Etablierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements berate, helfe Maßnahmen auszuwählen und Schulungen für Führungskräfte arrangiere.

"Wir haben in Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme weltweit, das Millionen von Menschen einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Es ist einer der großen Zukunftsmärkte mit viel Potential und darf nicht als reiner Kostenfaktor angesehen werden. Es ist Chance für Wachstum und Beschäftigung", zog Anneliese Bodemar ein positives Fazit.

 
Quelle: TK



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