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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
22. März 2013

Mehr Präventionsleistungen auch für Kinder: DGKJ begrüßt aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung

Heute debattiert der Deutsche Bundesrat über eine Initiative dreier Bundesländer für ein Bundespräventions- und Gesundheitsförderungsgesetz. Die Bundesregierung hat diese Woche einen vom Gesundheitsministerium vorgelegten Entwurf für ein Gesetz zur Förderung der Prävention gebilligt, der von vielen Seiten kritisiert wird. Für Kinder und Jugendliche sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung aber deutliche Verbesserungen im Bereich der Prävention vor: Geplant ist eine Ausweitung des Kinderuntersuchungsprogramms ("U"s) auf die Altersgruppe der 6- bis 10-jährigen Kinder; wichtiger aus unserer Sicht ist aber die darin vorgesehene qualitative Verbesserung der bestehenden Früherkennungsuntersuchungen. 

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Bereits im Februar hatte sich die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) positiv zu dem Referentenentwurf des Gesetzes geäußert und diesen Vorstoß der Bundesregierung inhaltlich sehr begrüßt. Insbesondere die Änderungen im § 26 SGB V, die den Ausbau der Früherkennungsuntersuchungen zu Präventionsleistungen ermöglichen bzw. zumindest den Weg dorthin bahnen, nehmen den tatsächlichen Bedarf von Kindern und ihren Eltern auf. Die DGKJ konstatiert einen seit Jahren kontinuierlich ansteigenden Bedarf an psychosozialer und präventionsorientierter Beratung, nicht nur von Familien mit sozial schwierigen Lebensbedingungen.
 
Prof. Dr. Norbert Wagner, Präsident der Fachgesellschaft: "Insgesamt ist unter den Kindern und Jugendlichen in Deutschland eine große Verbreitung der Neuen Morbiditäten zu verzeichnen, die teilweise sehr stark mit den sozioökonomischen Rahmenbedingungen der Familien korrelieren. Wir wollen diese unterschiedliche Verteilung von Chancen für ein gesundes Aufwachsen nicht länger hinnehmen. Und der Gesetzentwurf bietet einen guten Ansatz, dies zu ändern."
 
Die DGKJ würde es daher sehr begrüßen, wenn der Gesetzentwurf in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden würde. Er bietet eine gute Chance, Störungen in der gesundheitlichen und psychosozialen Entwicklung eines Kindes rechtzeitig zu erkennen. Die anschließende Behandlung geht aber häufig über den medizinischen Ansatz hinaus und erfordert die Expertise vieler Fachgruppen, die die Familien unterstützen.

 



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