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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
25. Februar 2013

Linagliptin wird in Deutschland nicht zur Verfügung stehen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute entschieden, Trajenta® (Linagliptin) in der erneuten frühen Nutzenbewertung im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) keinen Zusatznutzen auszusprechen. Der G-BA folgt damit der von zahlreichen Experten kritisierten Empfehlung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vom 3. Dezember 2012 (1). Für Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, ist diese Entscheidung in der Sache vollkommen unverständlich. Sie widerspricht in ihrer Begründung jeder medizinisch-wissenschaftlichen Grundlage und trifft auf großen Widerstand von Patienten und Fachgesellschaften wie diabetesDE oder der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) (2,3).

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„Die Entscheidung des G-BA ist für uns unverständlich, und wir schauen besorgt auf die Zukunft der Diabetestherapie in Deutschland“, so Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland von Boehringer Ingelheim. „Es ist bedauerlich, dass wir ein in Deutschland entwickeltes und hergestelltes Medikament nun auf dem heimischen Markt nicht anbieten können.“ Die Unternehmen sind weiterhin davon überzeugt, dass Trajenta® einen deutlichen patientenrelevanten Zusatznutzen hat und sehen sich durch die positive Therapieerfahrung in rund 40 Ländern weltweit bestätigt. „Trajenta® ist weltweit für viele  Patienten ein fester Bestandteil ihrer täglichen Diabetestherapie. Medizinische Experten sehen eindeutige Vorteile der Substanzklasse. Die Position nationaler wie internationaler Leitlinien werden mit dieser Entscheidung außen vor gelassen“, erklärt Jeremy Morgan, Geschäftsführer der Lilly Deutschland GmbH. „Das AMNOG führt in seiner jetzigen Form in eine Sackgasse. Ohne Nachbesserungen könnte es dazu führen, dass die Patienten in Deutschland vom medizinischen Fortschritt abgekoppelt werden.“

Durch den AMNOG-Prozess wurden der therapeutische Nutzen und die positiven Eigenschaften von Trajenta® nicht ausreichend berücksichtigt. Die Bewertung des G-BA bedeutet für Trajenta® die Festlegung eines Erstattungspreises auf dem Niveau generischer Sulfonylharnstoffe. Dies ist für einen neuentwickelten innovativen Wirkstoff aus der Klasse der DPP-4-Hemmer nicht akzeptabel. „Mit der Entscheidung des G-BA und den resultierenden Folgen wird den Patienten in Deutschland eine wichtige und effektive Therapieoption fehlen“, so Dr. Holger J. Gellermann, Medizinischer Direktor Deutschland von Boehringer Ingelheim.

Literaturhinweise:
(1) https://www.iqwig.de/a12-11-linagliptin-erneutenutzenbewertung.
986.html?tid=2694&phlex_override_command=element
(2) http://www.diabetesde.org/index.php?id=6417&tx_ttnews[tt_news]=11244&tx_ttnews[backPid]=6391
(3) http://www.deutschediabetesgesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/2012_12_06_Stellungnahme_DDG_IQWiG.pdf

 
Quelle: Boehringer Ingelheim und Lilly



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