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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
18. Februar 2013

IMK-Indikator: Rezessionsgefahr sehr gering

Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, ist noch einmal gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Nachdem das Frühwarnsystem von Juni bis November 2012 einen Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit für die Industrie angezeigt hatte, signalisiert es nun zum dritten Mal in Folge einen Rückgang. Nach der Ampel-Systematik des Indikators liegen die drei Monate Februar, März und April 2013 allesamt im „grünen Bereich“. Das heißt, die Rezessionswahrscheinlichkeit ist gering (niedriger als 30%).

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Die aktuelle Vorhersage beruht auf dem Datenstand von Anfang Februar. Für den laufenden Monat weist der Indikator einen Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit von 10,3 auf 5,5% aus. Bei der Prognose für März hat sich das Rezessionsrisiko von 8,1 auf 3,9% verringert. Für den April weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von nur 0,2% aus. Das IMK nutzt die Industrieproduktion als Referenzwert für den Indikator, weil diese rascher auf Nachfrageeinbrüche reagiert als das Bruttoinlandsprodukt.

Der erneute Rückgang des gemessenen Rezessionsrisikos beruht nach Analyse des IMK sowohl auf positiven realwirtschaftlichen als auch auf finanzwirtschaftlichen Entwicklungen. Zum einen haben die Produzenten von Investitionsgütern zuletzt sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland deutlich mehr Aufträge erhalten. Zum anderen hat sich der Spread zwischen Unternehmens- und Bundesanleihen (corporate spread) noch einmal verringert. Auch dies wertet der IMK-Indikator als relevantes positives Signal. Die geringere Zinsdifferenz zeigt einen Rückgang des Risikoaufschlags an, den ein Unternehmen hierzulande gegenüber deutschen Staatsanleihen zahlen muss, deren Ausfallrisiko als sehr gering eingestuft wird. Der IMK Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.
Zum Konjunktur-Indikator: http://www.boeckler.de/imk

 
Quelle: Hans-Böckler-Stiftung



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