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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
24. Januar 2013

Ärzte für Bürgerversicherung - Patienten zufrieden

Was lässt die Bundestagswahl für das Gesundheitswesen erwarten? Die meisten Ärzte wollen eine Bürgerversicherung à la SPD und Grüne. Doch gerade weil es zuletzt keine Reformdebatten gab, sind viele Bürger zufrieden. Acht Monate vor der Bundestagswahl sorgt eine Umfrage unter Ärzten für Zuversicht bei SPD und Grünen: Mit 51% ist eine knappe Mehrheit der Ärzte für die Einführung einer Bürgerversicherung. Laut dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten MLP-Gesundheitsreport lehnen 41 Prozent das von SPD und Grünen favorisierte Modell unter Einbeziehung möglichst aller Einkommensarten ab.

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Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt sagte: „Die Unterstützung der Ärzte macht Mut." Auch SPD-Vize Manuela Schwesig zeigte sich erfreut über die Haltung der Mediziner. „Die Mehrheit der Ärzte in Deutschland hat verstanden, dass langfristig das hohe Niveau im Gesundheitssystem nur gehalten werden kann, wenn sich alle daran beteiligen“, sagte Schwesig.

  Allerdings erwarten nur 4% der Ärzte grundlegende Reformen nach der Bundestagswahl. Grundsätzlichen Reformbedarf sehen 47% der Bürger, drei Jahre zuvor waren es noch 65%. 64& sagen, keine Partei habe aus ihrer Sicht das vernünftigste Reformkonzept oder sie wüssten es nicht.

„Es gibt kein gesundheitspolitisches Profil bei irgendeiner der Parteien“, sagte Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach. Das Institut hatte die Umfrage im Auftrag des in der Gesundheitsbranche mit eigenen Produkten aktive Finanz- und Vermögensberaters MLP gemacht.

  82% der Befragten fanden vergangenes Jahr das Gesundheitssystem gut - so viele wie zuletzt Anfang der 90er Jahre. Köcher sieht den Hauptgrund der positiven Werte in gesundheitspolitischer Ruhe. „Die wachsende Zufriedenheit geht vor allem darauf zurück, dass die Bürger nicht mit Reformdiskussionen behelligt werden.“ Allein binnen eines Jahres stieg der Anteil der Zufriedenen um zehn Prozentpunkte.

  31% der Menschen sorgen sich aber darüber, dass sie im Krankheitsfall eine nötige Behandlung womöglich nicht verschrieben bekommen, weil sie zu teuer sei.

  Auch die Zuversicht der Ärzte steigt. 93% halten die Gesundheitsversorgung für gut oder sehr gut. 67% sehen ihre Therapiefreiheit durch steigenden Kostendruck aber infrage gestellt. Mit ihrem Einkommen sind die meisten Mediziner zufrieden - den Ärztemangel auf dem Land spüren sie hingegen deutlich.

  Viele Bürger beschweren sich über lange Wartezeiten - vor allem gesetzlich Versicherte. So beklagen 38% von ihnen, binnen zwei Jahren mehrmals lange auf einen Arzttermin gewartet zu haben, bei 17% kam dies einmal vor. Trotz Termin lange im Wartezimmer saßen sogar 67% der Kassenpatienten - aber nur 48% der Privatpatienten. Köcher sagte: „Das müsste nicht auf diesem hohen Niveau stattfinden.“ In den Praxen gebe es einiges zu optimieren.

 



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