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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
10. Januar 2013

Nordrheins HNO-Ärzte: „Das Maß ist voll“

Es klingt wie eine oft gehörte Drohung: „Unter diesen Rahmenbedingungen ist kein wirtschaftliches Arbeiten mehr möglich. Entlassungen von medizinischen Fachangestellten sowie Kürzungen von Sprechzeiten und Leistungen für Patienten sind die unvermeidbare Folge“, sagt Dr. Uso Walter, Vorstandsvorsitzender des HNOnet-NRW. Doch das HNOnet und der Berufsverband der HNO-Ärzte drohen nicht, sondern handeln jetzt auch. Bei einer Protestveranstaltung am 9. Januar in der KV Nordrhein ließen etwa 300 HNO-Ärzte ihrem Unmut freien Lauf und setzten damit gleichzeitig den Anfangspunkt für den Wandel der HNO-Medizin in Nordrhein. Für Kassenpatienten bleiben HNO-Praxen ab Februar freitags geschlossen.

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Auslöser waren die RLV-Bescheide für das I Quartal 2013. Ein Absinken der Fallwerte um 5% trotz gleichzeitiger Leistungssteigerung durch die neuen EBM-Ziffern um 6% mache laut Walter ein wirtschaftliches Arbeiten unmöglich. Während in Westfalen - das genauso wie Nordrhein unter der Fehlverteilung der Gelder im Bund leidet - ein HNO-Arzt immerhin noch 29 Euro erhält, muss sich sein Kollege in Nordrhein mit 22,07 Euro abfinden. Dies entspricht einem Gehaltsgefälle von fast 30 Prozent. „Damit liegt der Kassen-Umsatz eines HNO-Arztes unter seinen durchschnittlichen Kosten für Gehälter, Miete, Fortbildungen oder Wartungen von Geräten. Ein Verdienst aus der kassenärztlichen Tätigkeit ist nicht mehr zu erzielen“, verdeutlicht Walter. Als Verantwortliche macht er die KVNo aus, die mit der Missachtung bisheriger Honorarforderungen eklatant ihren Sicherstellungsauftrag verletzten würde. Schließlich gelingt es anderen KVen trotz fehlender Honorar-Konvergenz auch, die Umverteilung der Versichertengelder eben nicht zulasten einzelner Fachgruppen zu organisieren.

Deshalb hat er sich gemeinsam mit dem Berufsverband der HNO-Ärzte auf Kürzungen von Sprechzeiten und Leistungen geeinigt. „Wir sehen uns außerstande, weiterhin Sprechzeiten in gewohntem Umfang anzubieten. Unsere Praxen bleiben daher ab Februar freitags für Kassenpatienten geschlossen und Personal- und geräteintensive Leistungen können nicht mehr erbracht werden. Wir behalten uns daher vor, diese Leistungen in Zukunft als Wahlleistungen anzubieten und den Patienten ausführlich die Ursachen dafür darzulegen.“

 
Quelle: Ärztenetzwerk HNOnet-NRW



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