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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
18. Dezember 2012

Tarifrunde 2013 für Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern

Marburger Bund fordert neue tarifliche Arbeitszeitgrenzen und 6% mehr Gehalt

Weniger Arbeitsbelastung im Bereitschaftsdienst, praxisgerechte Regelungen zur Einhaltung von Arbeitszeitgrenzen und 6% mehr Gehalt - das sind zentrale Forderungen des Marburger Bundes (MB) in den anstehenden Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für die rund 50.000 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern. Die erste Verhandlungsrunde wird am 10. Januar 2013 in Düsseldorf stattfinden. Verhandlungsführer des Marburger Bundes in der Tarifrunde mit der VKA ist Rechtsanwalt Rolf Lübke, Geschäftsführer des MB-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz und Mitglied der Kleinen Tarifkommission des MB-Bundesverbandes.

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Die Arbeitsbelastung der Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern ist insbesondere durch die Vielzahl unbesetzter Stellen weiter gestiegen. Deshalb müssen wir jetzt gegensteuern und die Voraussetzungen zur Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeit praxisgerecht bereinigen", erklärte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Die Forderung nach einer linearen Erhöhung der Gehälter um 6% sei angesichts der hohen Arbeitsbelastung der Ärzte absolut gerechtfertigt und passe auch bei einer nüchternen Gesamtbetrachtung der wirtschaftlichen Lage durchaus in die Zeit. „Wir werden nicht akzeptieren, dass der Orientierungswert von 2%, den das Statistische Bundesamt als Kostenentwicklung der Krankenhäuser für den Zeitraum von Mitte 2011 bis Mitte 2012 berechnet hat, zum Maßstab der Tarifentwicklung gemacht wird. Der Wert der ärztlichen Arbeit im Krankenhaus leitet sich in unseren Augen aus anderen Gründen ab. Dabei geht es auch um den Vergleich mit den Gehältern entsprechend qualifizierter Berufe in anderen Bereichen. Die medizinische Behandlung kranker Menschen darf nicht schlechter bezahlt werden als die Entwicklung neuer Finanzprodukte“, sagte Henke.

Für die anstehenden Tarifverhandlungen fordert der Marburger Bund, dass bei der Einführung von Arbeitszeitmodellen, die die Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeit vorsehen, ein Betriebsarzt eingebunden wird. Damit soll der Gesundheitsschutz der Ärzte sichergestellt werden. Die Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeit soll für alle Bereitschaftsdienststufen einheitlich und direkt im Tarifvertrag geregelt werden.

Weiterhin fordert der MB eine Reduzierung der wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenze. Bisher erlaubt der Tarifvertrag die Überschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen Obergrenze von 48 Stunden auf 60 Stunden pro Woche, wenn dabei regelmäßig und in erheblichem Umfang Bereitschaftsdienst geleistet wird (Opt-out-Regelung). Diese Regelung hat der Marburger Bund gekündigt, ohne damit die weitere Möglichkeit zum Opt-out auszuschließen. Der MB fordert allerdings neben einer Reduzierung der bestehenden Höchstarbeitszeitgrenze eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 400 Euro brutto pro Monat für die individuelle Bereitschaft des Arztes zum Opt-out. Auch in dieser Tarifrunde bekräftigt der MB seine Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag analog TV-Ärzte/VKA für die Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst.

 
Quelle: Marburger Bund



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