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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
29. November 2012

Hartmannbund: „EBM-Reform braucht feste Preise“

Mit Blick auf die derzeit geführte Diskussion über eine EBM-Reform hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, klare Ziellinien aufgezeigt und die Kassenärztliche Bundesvereinigung vor falschen Weichenstellungen gewarnt. "Wir können nur einen neuen EBM akzeptieren, der für neue Leistungen auch neues Geld ausweist und feste Preise vorsieht, die die tatsächliche ärztliche Leistung und die entstandenen Kosten angemessen abbilden“, sagte Reinhardt. Das neue Honorarsystem in der Gesetzlichen Krankenversicherung müsse frei sein von versorgungsfremder Mengensteuerung, das Mengenrisiko müsse zudem bei den Krankenkassen liegen.

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Dem Gedanken einer Kostenneutralität der geplanten „Währungsreform“ durch schlichtes Umrechnen oder durch Umverteilung innerhalb oder zwischen den Arztgruppen erteilte Reinhardt eine klare Absage. Beim Versuch, das Problem der Unterfinanzierung des Gesundheitssystems möglicherweise auf dem Rücken seiner Leistungsträger zu lösen, müsse die KBV mit Widerstand rechnen. Reinhardt: "Es muss endlich gelten, dass das Geld der Leistung folgt“.
 
Ganz grundsätzliche Kritik äußerte der Hartmannbund-Vorsitzende an der ständig steigenden Komplexität des Honorarsystems. Die Beliebigkeit, mit der hier unentwegt an diversen Stellschrauben gedreht werde, mache es für keinen Arzt mehr nachvollziehbar, wie sein Regelleistungsvolumen entstehe, wofür er noch bezahlt, oder für welche Leistung er möglicherweise gar in Regress genommen werde. Reinhardt: „Viele Kolleginnen und Kollegen fühlen sich vor diesem Hintergrund nicht mehr als freiberufliche Selbständige, sondern als Angestellte eines undurchsichtigen Systems. Dies ist in hohem Maße demotivierend“.

 
Quelle: Hartmannbund



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