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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
20. November 2012

Hartmannbund Nordrhein: "Behandlungsdauer psychisch Kranker muss individuellen Gegebenheiten gerecht werden"

Mit Nachdruck wendet sich der Hartmannbund-Landesverband Nordrhein gegen die Intention des Gesetzgebers, die Behandlungsdauer für psychisch Kranke einzuschränken. Durch die Festlegung von maximalen Verweilzeiten in stationären Einrichtungen soll ohne Rücksicht auf die individuellen Gegebenheiten gespart werden, so das Entgeltmodell für das kommende Jahr. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat die „Verordnung zum pauschalierenden Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen für das Jahr 2013“ (PEPP 2013) unterzeichnet.

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„Die Diagnostik und Therapie von schweren Depressionen etwa erfordert eine vorher nicht bestimmbare Zeit der Einfühlung und Vertrauensbildung. Das lässt sich nicht mit Regelzeiten erfassen,“ konstatiert Angelika Haus, Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Nordrhein, niedergelassene Neurologin und Psychiaterin.

Nach Auffassung des nordrheinischen Ärzteverbandes wächst mit der Einführung einer fest vergüteten Regelzeit ein unerträglicher und nicht zielführender Druck, unter dem eine sachgerechte Behandlung nicht erfolgen kann.

Der stellvertretende Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Nordrhein, Dr. med. Stefan Schröter, ist Oberarzt an einem Klinikum der Maximalversorgung und ergänzt: „Während bei dem schon sprichwörtlichen Problem sogenannter "blutiger Entlassungen" nach operativen Maßnahmen eine gegebenenfalls verfrühte Entlassung für alle deutlich sichtbar und prompt zutage tritt, ist dies bei psychiatrischen Erkrankungen in dieser Weise nicht der Fall. Eine ökonomisch motivierte Versuchung zu schaffen, Patienten mit einer psychotischen oder neurotischen Störung zu einem Zeitpunkt aus stationärer Behandlung zu entlassen, zu dem sie möglicherweise noch nicht hinreichend behandelt sind, ist in höchstem Maße bedenklich."

Dies wiege umso schwerer, als die ambulanten fachpsychiatrischen Behandlungsplätze bekanntermaßen unterfinanziert seien und so eine kontinuierliche oder zeitnahe Fortsetzung notwendiger und intensiver Therapien somit gefährdet wären.

 
Quelle: Hartmannbund Nordrhein



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