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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
15. Oktober 2012

GFB: „Kommerz oder Medizin, das ist die Frage“

Die abgeschlossenen sowie die anstehenden Honorarverhandlungen veranlassen die GFB noch einmal mit allem Nachdruck daran zu appellieren, die medizinische Versorgung nicht ausschließlich unter den Aspekten der Ökonomie zu sehen. Die eigentliche Aufgabe des Arztes - gleich welcher Couleur, als Fach- oder Hausarzt und in welchem Tätigkeitsfeld, sei es ambulant oder stationär – gilt der Versorgungsqualität des Patienten. „Hohe ärztliche Versorgungsqualität spart Kosten“, so Dr. Siegfried Götte, GFB-Präsident.

Als Ärzte sind wir ausgebildet, mit medizinischem Wissen zu heilen und Patienten zu versorgen. Das ist unsere Berufung und gesellschaftliche Verpflichtung. Gesundheit, Wohlbefinden zu erhalten oder ein Leben mit Erkrankungen erträglich zu gestalten, ist Aufgabe und Pflicht eines jeden Arztes. Als Ärzte wollen und müssen wir uns auf das konzentrieren, was wir gelernt haben - auf die best mögliche medizinische Versorgung unserer Patienten.

Stattdessen gelten für Ärzte in der ambulanten Versorgung wie im Krankenhaus Budgetierung, Honorarverknappung, unmäßiger Wettbewerb, aber auch Diffamierungen in der Öffentlichkeit. Alleinige ökonomische Betrachtung des Gesundheitswesens führt zu verzerrtem Wettbewerb und sinnlosem Gegeneinander aller Beteiligten. Damit kann man die Probleme der medizinischen Versorgung nicht lösen.

Eine weitere Bereinigung der Versorgungsleistungen durch Rationierung hat die Kostenverlagerung in andere Bereiche zur Folge. Solange sich die Ärzteschaft nicht aus der Klammer der Ökonomie und Dominanz der Kostenträger befreit, leiden flexible, leistungsbereite Strukturen der Medizin. Die Leidtragenden sind Patient und Gesellschaft.

 
Quelle: Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände



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