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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
12. September 2012

Apotheker machen mehrheitlich dicht - Warnstreik sorgt für Schlangen

Tausende Menschen im Süden und Westen Deutschlands haben beim Gang zur Apotheke Arzneien und Beratung am Mittwoch nur durch die Notdienstklappe erhalten. Apotheker in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beteiligten sich an dem eintägigen Warnstreik für bessere Honorare. Rund 80% der baden-württembergischen Pharmazeuten waren nach ersten Erkenntnissen dabei, wie der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) bekanntgab. Bundesweit war die Aktion der erste größere Protest der selbstständigen Apotheker seit rund zehn Jahren. Alle Türen komplett zu schließen und nur einzelne regionale Notdienste auch tagsüber auszuweisen, ist der Zunft verboten.

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Selbst teure Medikamente bringen Apothekern nur wenige Euro

Beim Verkauf verschriebener Arznei gelten hierzulande Festpreise. Rabatte oder Bonus-Systeme sind - zum Schutz der Patienten, wie es heißt - verboten. Der Wettbewerb läuft an diesem Punkt also nur über Faktoren wie Kundennähe oder Beratung. Ein Apotheker in Deutschland darf auf den Einkaufspreis für verschreibungspflichtige Arznei 3% aufschlagen. Damit sollen etwa Lagerkosten und Vorkasse abgegolten werden. Auf diesen um 3% erhöhten Zwischenpreis kommt der sogenannte Festzuschlag hinzu - pro Packung Fertigarznei derzeit 8,10 Euro. Dieser Teil der Apothekerhonorare ist seit 2004 unverändert.

Von diesen 8,10 Euro müssen die Apotheker einen Abschlag von 2,05 Euro an die Krankenkassen zahlen - das ist wie eine Art Zwangsrabatt, weil die Kassen so große Kunden sind. Von den 8,10 Euro bleiben also in der Praxis netto nur 6,05 Euro tatsächlich in der Apothekerkasse. Über die Höhe des Kassenabschlags wird seit Jahren heftig gestritten. Wegen dieses Systems verdient ein Apotheker mit sehr teuren Medikamenten nicht sehr viel mehr als mit günstigen. So kostet ein Krebsmittel mit einem Einkaufspreis von 300 Euro am Ende inklusive Mehrwertsteuer 377,35 Euro, wovon der Apotheker 4% (rund 15 Euro) behält. Bei sehr günstiger verschreibungspflichtiger Arznei, etwa Tropfen gegen Übelkeit, deren Einkaufspreis bei unter einem Euro liegt, bleiben allein schon wegen des Festzuschlags 6,05 Euro (nach Abschlag) in der Ladenkasse.

 



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