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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
10. September 2012

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie: Handelsblattranking Betriebswirtschaft ungeeignet

Heute veröffentlicht das Handelsblatt seine aktuelle Version des BWL-Ranking, das auf einer Bewertung der wissenschaftlichen Publikationsleistung in ausgewählten Fachzeitschriften beruht. Ein stark aufstrebendes Fach in der Betriebswirtschaft ist der Bereich Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement. An BWL-Fakultäten in Deutschland gibt es eine Reihe von Professuren auf diesem Gebiet. Seit diesem Jahr fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung zudem vier große neue Zentren der gesundheitsökonomischen Forschung. An allen vier Zentren sind betriebswirtschaftliche Fakultäten wesentlich beteiligt.

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Gesundheitsökonomie und Management ist ein wachstumsstarkes und hoch attraktives Forschungsgebiet in der Betriebswirtschaft. Im Handelsblattranking wird dieses neue Gebiet völlig unzureichend berücksichtigt. Unter den 950 Zeitschriften, in denen nach dem Handelsblatt eine Publikationsleistung möglich ist, gibt es gerade 10 Zeitschriften, die dem neuen Gebiet zuzuordnen sind. Publikationen in anderen Zeitschriften werden nicht gewertet. Der international anerkannten Science Citation Index und sein sozialwissenschaftliches Pendant, der Social Science Citation Index führen rund 30 weitere Zeitschriften auf, in denen Beiträge zu dem neuen Gebiet publiziert werden können. Diese Zeitschriften werden im Durchschnitt sogar häufiger zitiert als die zum Fach gehörigen des Handelsblattrankings. Das Handelsblatt ignoriert Publikationen in angesehenen Zeitschriften internationaler Fachgesellschaften wie der International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research und der Health Technology Assessment International. Beide Fachgesellschaften behandeln insbesondere hoch relevante Fragen des globalen Pharmamarkts. Auch fehlen im Handelsblatt viele Zeitschriften, die sich mit dem Versorgungsmanagement befassen. Zudem verzerrt die Bewertung des Handelsblatts, indem etwa Publikationen im American Journal of Public Health als Leistung gewertet werden, nicht aber im European Journal of Public Health und vergleichbaren europäischen Zeitschriften.

Die Publikationsbewertung des Handelsblatts erfasst die Forschungsleistung im Bereich Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement nicht adäquat. Dies ist nicht nur schade für ein junges, stark aufstrebendes Gebiet. Es diskriminiert auch die wissenschaftliche Leistung der betriebswirtschaftlichen Forscherinnen und Forscher, die in diesem Bereich arbeiten. Die Anzahl der Zeitschriften, in denen sie Leistungen erzielen können, ist zu klein und nicht plausibel ausgewählt, und viele international anerkannte Leistungen werden einfach nicht gewertet. Damit schadet das Handelsblattranking der Entwicklung des Fachgebiets und seiner öffentlichen Darstellung. Die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie empfiehlt den betriebswirtschaftlichen Fakultäten dringend, bei der Bewertung der Forschungsleistung im Bereich Gesundheit andere Maßstäbe anzusetzen.

Der Vorstand der DGGÖ Friedrich Breyer, Jürgen Wasem, Reiner Leidl, Stefan Felder 10.09.2012

 
Quelle: dggö



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