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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
10. September 2012

bng: "Sind die Patienten den Krankenkassen schnurz?"

"Wir Gastroenterologen sind entsetzt, dass die Spitzenverbände der Krankenkassen das Interesse an einer guten Versorgung ihrer Versicherten ganz aus den Augen verloren haben", erklärt Dr. Franz Josef Heil vom Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng).

Trotz Milliardenüberschüssen im Rücken nutzen die Krankenkassen keineswegs die Gunst der Stunde, um strukturelle Verbesserungen der Patientenversorgung auf den Weg zu bringen. Jetzt wäre Gelegenheit, dauerhaftes Wohlbefinden und gesteigerte Arbeitsfähigkeit der betroffenen Menschen in den Blick zu nehmen und so letzten Endes langfristig und nachhaltig Entlastungen im Gesundheitssystem herbeizuführen. „Im Bereich der Gastroenterologie weisen wir beispielsweise seit Jahren darauf hin, dass der heute mögliche Standard in der Versorgung viele Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht erreicht, weil die vorliegenden Konzepte nicht in adäquater Weise flächendeckend umgesetzt werden“, so Dr. Heil.

Stattdessen fährt der Spitzenverband der Krankenkassen einen diffamierenden Kurs gegenüber der Ärzteschaft und versucht, selbst die inflationsbedingten Kostensteigerungen von den Kostenträgern fernzuhalten. „Im aktuellen Honorarstreit geht es ausschließlich um den Ausgleich der Kostensteigerungen bei Betriebs-, Investitions- und Personalkosten in den Praxen“, betont Dr. Heil. „Die derzeitig zugebilligte Erhöhung um 0,9% deckt diese Kosten nicht und bedeutet effektiv eine Minusrunde für die Ärzte.“

Der Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen ist nicht gewillt, dies hinzunehmen, und kündigt Maßnahmen an, die den Krankenkassen verdeutlichen sollen, dass Partnerschaft im Gesundheitssystem nur funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. „Die Krankenkassen sind mit ihrer überbordenden Bürokratie unvermeidlich auf die Zusammenarbeit der Ärzteschaft angewiesen“, erklärt Dr. Heil. „Wenn wir bürokratische Mehrleistungen einstellen und Anfragen nachrangig behandeln, wird dies die Krankenkassen spürbar treffen. Zugleich werden wir entlastet und können uns stärker unseren Patienten zuwenden.“ Wenn allerdings die Kassen weiterhin die Zusammenarbeit und einen gütlichen Verhandlungsabschluss verweigern, könnten weitere Protestmaßnahmen notwendig werden. "Kein Arzt will seine Praxis auch nur einen Tag zumachen. Hoffentlich zwingen uns die Kassen nicht zu so drastischen Maßnahmen.

 
Quelle: bng



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