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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
06. September 2012

Sofortige Zulassungssperre für bestimmte Ärzte

Für bestimmte Arztgruppen ist am Donnerstag eine sofortige Zulassungssperre in Deutschland verhängt worden. Die vorübergehende Sperre betrifft unter anderem Jugendpsychiater, Nuklearmediziner und Laborärzte und ist der Startschuss für eine bessere örtliche Verteilung der Ärzte in Deutschland.

Ausschuss-Chef: Mehr junge Ärzte werden aufs Land gehen

Im Kampf gegen den Ärztemangel in Deutschland soll jetzt eine zielgenaue Planung helfen. «Auch strukturschwache Gebiete bekommen nun zusätzliche Zulassungsmöglichkeiten für Haus- und Kinderärzte», sagte der Vorsitzende des obersten Gremiums im Gesundheitswesen, des Gemeinsamen Bundausschusses, Josef Hecken, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Eine entsprechende Richtlinie werde in weiten Teilen zum Ende des Jahres in Kraft treten. «Die Richtlinie wird dazu beitragen, dass Ärzte verstärkt dort tätig werden, wo sie auch tatsächlich gebraucht werden.»

  Bei den Haus- und Kinderärzten werde künftig räumlich kleinteiliger geplant. Wo es Mangel gebe, würden Niederlassungsmöglichkeiten geschaffen. Wo Überversorgung festgestellt werde, gebe es auf absehbare Zeit keine Zulassungen mehr.

  «Auch bestimmte Ärztegruppen wie zum Beispiel Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten, Neurochirurgen, Humangenetiker, Laborärzte, Pathologen oder Transfusionsmediziner werden künftig in die Bedarfsplanung mit einbezogen», sagte Hecken. Hier würden Obergrenzen eingeführt. «Bisher ist das für viele solcher Ärzte sehr lukrativ, ohne dass ein ständiger direkter Patientenkontakt besteht.»

  Der Gesetzgeber habe den Weg für Anreize, sich auch wirklich dort niederzulassen, wo Ärzte gebraucht würden, bereits freigemacht, sagte Hecken. Hintergrund ist das Versorgungsstrukturgesetz der Koalition. «Parallel dazu wird derzeit das Modell einer lebenslang befristeten Zulassung diskutiert», kündigte der Ausschusschef an. «Wenn jemand eine Zulassung in einem attraktiven Gebiet erhält, würde diese nur solange gelten, wie der Arzt die Praxis selbst behält und betreibt.» Werde die Praxis aufgegeben, entfalle die heutige Automatik, dass die Praxis verkauft werden kann und diese danach noch weiterbesteht.

  Die Pläne führten unterm Strich nicht dazu, dass mehr Geld in die ärztliche Versorgung fließen müsse. «Überversorgte Gebiete werden geschlossen - die einzige Alternative sind dann die neuen, nicht-geschlossenen Planungsbereiche.» Mehr junge Ärzte träfen sicher bald die Entscheidung, sich in Mangelregionen niederzulassen. «Das wird sich in der praktischen Umsetzung relativ schnell erweisen.» Die bisherige Fehlsteuerung solle mittelfristig beendet werden.

 



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