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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
17. August 2012

IG Metall beklagt Mangel an altersgerechten Arbeitsplätzen

Die IG Metall richtet scharfe Vorwürfe an die Adresse von Politik und Arbeitgebern: Beide hätten die Rente mit 67 gewollt. Jetzt ließen sie die Arbeitnehmer mit den Problemen eines späteren Renteneintritts allein. Die Arbeitgeber widersprechen.

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Die IG Metall sieht die Voraussetzungen für die Rente mit 67 nach wie vor für nicht gegeben. Nach einer Umfrage der Gewerkschaft geht eine große Mehrheit von fast 80% der Befragten davon aus, dass die Beschäftigten das gesetzliche Renteneintrittsalter «nicht gesund erreichen». Die Ergebnisse der Umfrage unter 3.700 Betriebsräten präsentierte die IG Metall am Donnerstag in Berlin.

IG-Metall-Vize Detlef Wetzel forderte Politik und Arbeitgeber auf, mehr altersgerechte Arbeitsplätze und flexible Ausstiegsmöglichkeiten für die Beschäftigten zu schaffen. «Wir wollen Arbeitsbedingungen, die es den Menschen ermöglichen, gesund alt zu werden», sagte er. Es werde zu viel geredet und zu wenig gehandelt. Die Betroffenen würden mit den Problemen alleingelassen. Die von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen Altersarmut geplante Zuschussrente sei lediglich «ein Tropfen auf den heißen Stein».

Wetzel stellte klar, dass die IG Metall die Rente mit 67 weiter ablehnt. Die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Rentenalters startete jedoch bereits Anfang des Jahres. Viele Arbeitnehmer könnten unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen «objektiv nicht bis 67 arbeiten», sagte Wetzel. Dann drohe ihnen Altersarmut.

Nach der Umfrage gehen bei den jüngeren Beschäftigten ab Jahrgang 1964 und später – sie müssen später für eine Rente ohne Abschläge voll bis 67 arbeiten – nur 15% davon aus, dass sie mit ihrer Rente einmal «gerade so über die Runden kommen». Bei allen Befragten liegt der Wert noch bei 46%. «Wenn die jüngere Generation so wenig Vertrauen in die eigene Alterssicherung hat, kommt dies einer gesellschaftlichen Bankrotterklärung gleich», so Wetzel.

Nach den Worten von IG Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban sind nicht einmal vier Prozent der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie über 60 Jahre alt. Älter als 63 sei nur ein Prozent. «In rund 44% der Betriebe gibt es keine Beschäftigten über 63 Jahre.» In 92% der Betriebe gebe es selten oder nie Maßnahmen zur altersgerechten Arbeitsgestaltung.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wies die Kritik zurück: Der Anteil der Arbeitnehmer in der Altersklasse «60plus» habe sich in der Branche zwischen 2000 und 2011 mehr als verdoppelt: von 2,4% im Jahr 2000 auf zuletzt 4,9%. Im übrigen habe man mit der IG Metall längst «tarifpolitische Weichen für eine ausgewogene und flexible Gestaltung der Rente mit 67 gestellt». Der niedrige Beschäftigungsgrad älterer liege «nicht an den Arbeitsbedingungen in der Industrie, sondern sei das Ergebnis früherer Vorruhestandsprogramme».

 



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