Donnerstag, 24. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
18. Juli 2012

Brüssel will Arzneimitteltests in Europa erleichtern

Immer mehr Pharmafirmen testen ihre neuen Arzneimittel außerhalb Europas. Die Verfahren in der EU gelten als zu kompliziert. Das will EU-Gesundheitskommissar Dalli nun ändern.

Anzeige:
 
 

Die EU-Kommission will Medikamententests an Menschen erleichtern. Gesundheitskommissar John Dalli stellte am Dienstag in Brüssel einen Gesetzesvorschlag vor, mit dem er die Pharmafirmen stärker an Europa binden will. Die Brüsseler Behörde will damit gegen eine Verlagerung dieser Untersuchungen aus Europa vorgehen. Zunehmend erprobten die Unternehmen ihre Arzneien in Asien, Südamerika oder Russland. Die Zahl der in Europa durchgeführten Tests sei in den vergangenen fünf Jahren um ein Viertel gesunken, teilte die EU-Kommission mit.

Grund sind Dalli zufolge auch die unterschiedlichen Vorgaben für sogenannte klinische Prüfungen in den EU-Ländern, die Pharmafirmen groß angelegte Tests in mehreren Ländern erschweren. Die EU-Kommission will daher die Regeln vereinheitlichen und die Hürden für weniger risikoreiche Versuche senken. Für Versuche, die teilweise außerhalb Europas stattfinden, sollen zudem die gleichen Standards gelten. «Wir wollen den Zulassungsprozess erheblich vereinfachen, beschleunigen und vereinheitlichen», sagte Dalli.

Die Hürden für Medikamententests seien in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, sagte der EU-Kommissar. Zum Beispiel sei inzwischen doppelt so viel Personal notwendig – vor allem wegen des hohen bürokratischen Aufwands. Die Versicherungskosten seien um 800 Prozent gestiegen. Die geplanten Änderungen können seiner Ansicht nach die Verwaltungskosten pro Jahr um rund 800 Millionen Euro senken.

Bei klinischen Prüfungen werden Arzneimittel an freiwilligen Versuchspersonen ausprobiert, um ihre Unbedenklichkeit zu testen oder auch, um die Mittel besser zu erforschen.

Falls Europaparlament und EU-Länder dem Vorschlag zustimmen, könnten die neuen Regeln 2016 in Kraft treten.

 



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017