Montag, 21. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
02. Juli 2012

Marburger Bund: „Öffentlicher Gesundheitsdienst droht auszubluten“

Die kommunalen Arbeitgeber forcieren den Ärztemangel im öffentlichen Gesundheitsdienst und gefährden damit die gesundheitliche Gefahrenabwehr in Deutschland. Mit ihrer Weigerung, die Ärzte in Gesundheitsämtern mit anderen angestellten Ärzten tariflich gleichzustellen, hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) heftigen Unmut unter den Ärzten hervorgerufen und die Personalgewinnungsprobleme im öffentlichen Gesundheitsdienst dramatisch verschärft.

Anzeige:
 
 

Anstatt der schlechter werdenden Personalsituation mit einem Tarifvertrag sinnvoll zu begegnen, weist die VKA ihre Mitgliedsverbände lediglich auf „Handlungsoptionen zur Personalgewinnung und Personalbindung“ im Öffentlichen Gesundheitsdienst hin. Von der Möglichkeit, Zulagen zu gewähren, könne aber nur „in begründeten Einzelfällen“ Gebrauch gemacht werden. Die Ärztinnen und Ärzte hätten hierauf „keinen Anspruch“, stellte die VKA in einer Mitteilung an ihre Mitgliedsverbände klar.

„Die VKA will die Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst zu Bittstellern degradieren. Die in Aussicht gestellten Individual-Zulagen sind das Eingeständnis völligen Versagens in den gescheiterten Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund. Die Boykott-Strategie der VKA wird dazu führen, dass sich immer weniger Ärzte für die verantwortungsvolle Tätigkeit in den Gesundheitsämtern interessieren. Die Gesundheitsämter bluten aus, weil sich die kommunalen Arbeitgeber einer tariflichen Regelung für alle Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst verweigern“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.

Die Gehälter der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst liegen zwischen 10 und 20 Prozent unter dem tarifüblichen Niveau angestellter Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern. Ein Facharzt im ersten Jahr verdient im öffentlichen Gesundheitsdienst rund 900 Euro pro Monat weniger als sein Kollege in einem kommunalen Krankenhaus.

Die Tätigkeit von Ärzten im öffentlichen Gesundheitsdienst ist ebenso wie die anderer Ärzte von hoher Verantwortung geprägt. Zu ihren Aufgaben gehört nicht nur der Gesundheitsschutz, insbesondere die Bekämpfung von übertragbaren Infektionen, sondern auch das weite Feld der Prävention und Gesundheitsförderung, von der Schulgesundheitspflege bis hin zur Suchtberatung. „Es wird häufig außer Acht gelassen, dass ohne den öffentlichen Gesundheitsdienst die medizinische Betreuung sozial benachteiligter, psychisch kranker und wohnungsloser Menschen ins Schleudern geriete. Die Wertschätzung für diese gesellschaftlich so bedeutsame Aufgabe muss sich endlich auch materiell in angemessenen Tarifen für die Ärzte niederschlagen“, forderte Henke.

 
Quelle: Marburger Bund



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017