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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
28. Juni 2012

Wettbewerb: Mehr Mut zu innovativer Gestaltung und Nachhaltigkeit des Gesundheitswesens

Wettbewerb an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Die Aufforderung zur Verbesserung von Integration und Innovation ist aus Sicht der GFB der richtige Weg, um Effizienzreserven zu heben. Die GFB warnt aber davor die zukünftige Entwicklung des Gesundheitssystems  zunehmend unter rein wirtschaftlichen Wettbewerbsaspekten und bedingungslosen Konfrontationen zu betrachten. Im Vordergrund muss der Wettbewerb um die beste Versorgung in strukturierten Abläufen stehen.

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Die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) begrüßt das aktuelle Sondergutachten 2012 des Sachverständigenrats zum Thema  Wettbewerb hat sich in vielen Bereichen als Anreiz für Weiterentwicklung und Innovation erwiesen. Bedingungsloser Wettbewerb um die Versorgung kranker Menschen in direkter Konfrontation ist aus Sicht der GFB im Gesundheitswesen  allerdings kontraproduktiv. Die GFB  betont die Notwendigkeit einer strukturierten Versorgung der Patienten, die sich an ärztlicher Kompetenz, wirtschaftlicher Leistungserbringung und guter Versorgungsqualität der Patienten orientieren muss.

Die vom Sachverständigenrat betonten chronischen Erkrankungen bedürfen der besonderen Berücksichtigung dieser Kriterien, um zeitnah handeln zu können und um Chronifizierungen möglichst zu vermeiden oder in Form und Ausprägung einzuschränken.  Zur Erreichung dieses Ziels  bedarf es der Anreize zu besserer Integration und  Versorgung. Konkurrenz unter den beteiligten Versorgern nach dem Motto: wer kann, darf, wäre fehl am Platz. Versorgung allein unter Wettbewerbsbedingungen zu sehen entspricht nicht dem ärztlichen Versorgungsauftrag. Eine bessere Integration wäre außerdem der Förderung des ärztlichen Nachwuchses dienlich.

Die GFB appelliert nachdrücklich an die Kostenträger, sich dieser Herausforderung aktiv zu stellen und die seit Jahren im SGB V festgeschriebenen Möglichkeiten umzusetzen. Milliarden schwere Finanzpuffer für schlechte Zeiten sind fehl am Platz. Die bestehenden Überschüsse wären in der innovativen Gestaltung des Gesundheitswesens und dem zu erwarteten Ergebnis besonders rentabel angelegt.

 
Quelle: Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände



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