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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
01. Juni 2012

BVKJ und KV Nordrhein: „Pädiater dringend gesucht: Versorgung mit Kinder- und Jugendärzten wird schwieriger“

Die Zahl der Kinder in Deutschland wird bis zum Jahr 2040 in manchen Regionen Deutschlands um fast 20 Prozent sinken. Dennoch warnen der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ) und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein vor einer sich verschlechternden medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen – vor allem durch einen Mangel an niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten.

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„Das Modell der klassischen Kinder- und Jugendarztpraxis ist in der Krise – auch in Nordrhein-Westfalen“, sagt der Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Thomas Fischbach, Landesvorsitzender des BVKJ in Nordrhein. „Es wird allgemein immer schwieriger, den Ärzte-Nachwuchs vom Weg in die eigene Praxis zu überzeugen – insbesondere in ländlichen Regionen, wo sich der Ärztemangel heute schon bemerkbar macht“, ergänzt Dr. med. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.
 
Die Folge: Eltern werden es in den nächsten Jahren immer schwerer haben, ihre Kinder medizinisch gut versorgen zu lassen. „In der Eifel und am Niederrhein sind die Wege zum nächsten Kinder- und Jugendarzt schon heute lang“, weiß Fischbach. Junge Mediziner scheuen oft das finanzielle Risiko, das mit der Freiberuflichkeit verbunden ist und bevorzugen eine Beschäftigung als Angestellter – immer öfter auch in Teilzeit. Zudem zieht es den Ärztenachwuchs eher in Großstädte und Ballungsräume als aufs Land. Das macht aber die Nachfolgersuche gerade in ländlichen Bereichen noch schwieriger. Schon heute ist fast jeder fünfte Kinder- und Jugendarzt in Nordrhein über 60 Jahre alt, in manchen Regionen sucht jeder dritte Pädiater einen Nachfolger. Problem: „Wir als KV können junge Ärztinnen und Ärzte für die benötigten Fachgebiete nicht nach Bedarf ,bestellen‘ und auch nicht nach Belieben an die zumeist wenig beliebten Mangelstandorte zuweisen“, betont Potthoff.
 
Deshalb müsse das Ziel lauten, der jungen Ärztegeneration wieder eine berufliche Zukunft in der eigenen Praxis auch in weniger attraktiven Großstadtvierteln oder abseits der großen Metropolen nahezulegen. „Dazu brauchen wir zukunftsfähige Konzepte und Ideen, die den veränderten Berufs-wünschen und der sich wandelnden Versorgungswirklichkeit entsprechen“, sagt Fischbach. Die Zahl der Kinder werde zwar sinken, aber die Anforderungen an deren Behandlung würden eher steigen – durch mehr Vorsorge und intensivere Betreuung.
 
Dabei werden die vorhandenen Kinder- und Jugendärzte, darunter ein immer höherer Anteil von Frauen, weniger arbeiten, um Familie und Beruf verbinden zu können. „Diese Herausforderung müssen wir bewältigen“, sagt Fischbach.

 
Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein



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