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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
14. Mai 2012

DGfE: Fahrtauglichkeit und Epilepsie – Auflagen sind zu beachten

Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) erarbeitete zusammen mit der Bundesanstalt für Straßenwesen Leitsätze und Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung, die laufend aktualisiert und angepasst werden, letztmalig in 2009. Jeder Arzt, der Menschen mit Einschränkung der Fahrtauglichkeit betreut, muss diese Leitlinien kennen und sie den Betroffenen mitteilen. Neurologen, die sich auf die Behandlung von Menschen mit Epilepsien und anderen anfallsartigen Störungen des Bewusstseins verstehen, sind hier besonders in der Pflicht, ihre Patienten sachgerecht zu beraten.

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Ganz allgemein sind in diesen Leitlinien folgende Vorgaben gemacht:
Wer epileptische Anfälle erleidet, ist nicht in der Lage, den Anforderungen zum Führen von Kraftfahrzeugen gerecht zu werden, solange ein wesentliches Risiko auf ein Anfallsrezidiv besteht.

Grundsätzlich gilt dies auch für andere anfallsartig auftretende Störungen mit akuter Beeinträchtigung des Bewusstseins, der Motorik oder anderer handlungsrelevanter Funktionen, z.B. für Synkopen oder Herzrhythmusstörungen.

Erst wenn die Störung, die die Fahrtauglichkeit einschränkt, behandelt ist und der Patienten angemessen lange symptomfrei war (bei Kfz-Fahrern mit Epilepsie in den meisten Fällen ein Jahr) darf der Arzt das PKW-Fahren wieder erlauben. Für LKW-Fahrer und solche im Personentransport gelten sehr viel strengere Regeln.
 
Fazit: Ganz unabhängig von der Frage, woran ein Mensch erkrankt ist, darf er nicht Autofahren, wenn er anfallsartige Störungen hat, die das Bewusstsein auch nur kurzfristig einschränken. Es sind also auch Menschen mit häufigen Ohnmachten oder schlecht eingestellter Blutzucker-Erkrankung vom KFZ Fahrverbot betroffen.

In dem derzeitigen Prozess in Hamburg spielt daher aus Sicht der DGfE nicht nur die Frage eine Rolle, ob und welche Epilepsie bei dem angeklagten Autofahrer vorliegt, sondern, ob er alleine deshalb fahruntauglich ist, weil er Bewusstseinspausen hatte, die per se Autofahren unmöglich machen.

 
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Epileptologie e.V.



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