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CME-Artikel

16. Dezember 2020
Seite 1/8
Kommunikation kann mehr: Patientinnen und Patienten möchten verstanden werden

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Diese CME-zertifizierte Fortbildung stellt Ärzten Grundlagen und konkrete Handreichungen zur Verfügung, wie sie in ihrem Alltag zum Wohle ihrer Patienten und damit auch zu ihrem eigenen Wohl besser kommunizieren.

Die Kommunikation zwischen Ärzten, Behandlungsteams und Patientinnen und Patienten ist eine wichtige Ressource der Qualitätssicherung und des wertschätzenden Miteinanders. Aus zahlreichen Untersuchungen wird deutlich: Patientinnen und Patienten möchten „verstanden“ werden. Doch Zeitdruck, Unsicherheit und nicht zuletzt die bekannten Limitationen des Gesundheitssystems können hier eine Barriere darstellen. Vor diesem Hintergrund diskutierten 14 Experten aus sieben Disziplinen unter der Leitung von Arzt und ­Medizinjournalist Dr. Dierk Heimann aus Mainz im Rahmen eines Webinars über das Thema Kommunikation im medizinischen Alltag entlang ausgewählter Indikationen. Ziel war es, ärztlichen Kolleginnen und Kollegen Grundlagen und konkrete Handreichungen zur Verfügung zu stellen, wie sie in ihrem Alltag zum Wohle ihrer Patienten und damit auch zu ihrem eigenen Wohl besser kommunizieren.

1. Das Gespräch als Basis der Arzt-Patienten-Kommunikation

„Ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung“, so die Kassenärztliche Vereinigung.1 Doch befragen etwa zwei Drittel der Patienten nach einem Arztbesuch das Internet. Als Gründe dafür nennen sie zu wenig Vertrauen, zu wenig Zeit, zu wenig Empathie und zu wenig Verständnis der Ärztin/des Arztes.2 Der Arzt, Philosoph und Medizinethiker Professor Dr. Giovanni Maio, Freiburg, betonte: „Um als Arzt dem Patienten helfen zu können, muss man sein Problem verstanden haben.“ Der Zugang zum Verstehen sei nur über das Gespräch möglich und er warnte davor, den Gesprächen nicht genug Raum zu geben bzw. sie unter Zeitdruck zu führen: „Dann besteht die Gefahr, missverstanden zu werden“, so Prof. Maio. Wichtig sei es auch, für eine geeignete Atmosphäre zu sorgen, denn nur dann könne der Gesprächspartner das Gesagte richtig aufnehmen.

1.1. Dem Gespräch einen zentralen Stellenwert beimessen

„Kommunikation ist ein sehr komplexes Thema“, so die Psychologin, Pädagogin und Kommunikationstrainerin Doris C. Schmitt, Konstanz, und betonte mit Blick auf die Arzt-Patienten-Kommunikation: „Wahr ist nicht, was ‚A‘ sagt, sondern das, was ‚B‘ versteht.“ Entscheidend für eine gelungene Kommunikation sei die Empathie – dass die Ärztin bzw. der Arzt wirklich auf den Patienten eingehe. Denn Ärzte hätten einen erheblichen Anteil daran, dass eine Therapie erfolgreich ist: „Fühlt sich der Patient nicht angenommen, kann es beispielsweise sein, dass er eine potenziell lebensrettende Therapie abbricht, ohne den Behandler darüber zu informieren“, machte Schmitt deutlich.

„Die moderne Medizin leidet darunter, dass es scheinbar darum geht, den Patienten so schnell wie möglich durchzuschleusen. So wird in das bestehende starre Zeitkorsett auch das Gespräch eingetaktet. Dies macht es sehr schwierig, ein wirklich gutes Gespräch zu führen,“ so Prof. Maio und ergänzte: „Das Gespräch ist ein zentraler Faktor der Medizin, deshalb muss man sich einen entsprechenden Freiraum schaffen. Wenn man verstanden hat, dass nur über ein Gespräch ein Vertrauensverhältnis geweckt werden kann, wird man erkennen, dass man dem Gespräch einen zentralen Stellenwert beimessen muss.“ Dem entsprechend forderte Prof. Maio, dass Ärztinnen/Ärzte im Klinikalltag mehr Zeit für das Gespräch erhalten, und dass dieser Aufwand angemessen honoriert wird.
 

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