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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
27. Juni 2004

Therapie von Durchbruchschmerz mit oral-transmukosalem Fentanylcitrat

Über die Hälfte aller onkologischen Schmerzpatienten benötigen neben der Dauermedikation auch eine Bedarfsmedikation zur Behandlung von Durchbruchschmerzen. Eine rasche Schmerzlinderung ist mit dem Fentanylstick Actiq® zu erreichen.
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Durchbruchschmerzen sind überwiegend Exazerbationen der Ruheschmerzen. Nach Ergebnissen verschiedener Studien sind 40-80% der Tumorpatienten trotz ansonsten effektiver Opioidtherapie davon betroffen. Etwa die Hälfte der Patienten kann die Schmerzattacken nicht voraussagen, wie Dr. Likar, Klagenfurt, berichtete. Auch müsse man damit rechnen, dass Schmerzattacken mit neuropathischer Ursache kürzer sind, aber dafür häufiger auftreten als Nozizeptorschmerz. „Durchbruchschmerzen sind ein Problem in der Therapie“, so Likar. Denn das Wirkmaximum vieler Medikamente wird oft erst bei Abklingen der Schmerzattacke erreicht.
Eine rasche Schmerzlinderung lässt sich mit dem Fentanylstick Actiq® erreichen. Durch Reiben des Sticks an der Mundschleimhaut löst sich die Matrix, in die das Fentanylcitrat eingebettet ist, auf. Dabei wird Fentanyl kontinuierlich innerhalb von 15 Minuten frei gesetzt. Wie Dr. Anthony Clarke, Oxfordshire/GB, ausführte, setzt die schmerzlindernde Wirkung innerhalb von 5 Minuten ein. Damit wirkt der Fentanylstick genauso schnell analgetisch wie i.v. verabreichtes Morphin, auch die Stärke der Schmerzlinderung ist mir i.v. Morphin vergleichbar, wie die Ergebnisse einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie bestätigen. Es stehen sechs unterschiedliche Actiq®-Wirkstärken zur Verfügung. Als Startdosis wird in der Regel etwa 20% von der Tagesdosis der Dauermedikation gewählt. Es besteht jedoch keine Korrelation zwischen der Morphin-Tagesdosis und dem Bedarf bei Durchbruchschmerzen, betonte Clarke.

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Quelle: Satelliten-Symposium: „Oral-transmukosales Fentanylcitrat (Actiq®) – eine neue Therapieoption bei Durchbruchschmerzen“, anlässlich der Tagung der Österreichischen Schmerz-Gesellschaft, Graz, 22. Mai 2004.


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