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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. Mai 2020 Studies of Special Interest

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Infothek Sekundäre Immundefekte
MP0274-CP101: Anti-HER2-Antikörper bei soliden HER2+ Tumoren
Bei MP0274-CP101 handelt es sich um eine einarmige, multi-zentrische, offene Phase-I-Dosiseskalationsstudie mit dem „biparatopic Designed Ankyrin Repeat Protein“ – DARPin® (MP0274). DARPins sind künstliche Proteine, die zur Erkennung und Bindung von Antigenen befähigt sind. Sie sind strukturell von Ankyrin-Proteinen abgeleitet und bestehen aus mehreren Repeat-Motiven dieser Proteine. DARPins mit insgesamt 4 Repeat-Motiven und einer Molekülmasse von etwa 14 kDa sind etwa 10x leichter als ein Antikörper vom IgG-Typ. MP0274 ist gegen den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2) gerichtet und zeigt präklinisch vielversprechende Daten bei der Behandlung HER2+ solider Tumoren. Für eine Behandlung kommen Patienten mit HER2+ solidem -Tumor und einem ECOG-Performance-Status 0-2 nach Versagen des Standards in Frage. Gängige Anti-HER2-Vortherapien mit z.B. Tras-tuzumab, Lapatinib oder Pertuzumab sind erlaubt. Vor geplanter Dosierung der Studienmedikation muss allerdings bis zum Dosierungstag eine Pause von 4 Wochen zu Chemotherapie, Trastuzumab oder Tras-tuzumab Emtansin oder anderen Biologika bestehen, zu Pertuzumab bedarf es einer Pause von 12 Wochen, bei Lapatinib von nur 7 Tagen und bei Vortherapien mit Nitrosoharnstoffen oder Mito-mycin C sind 6 Wochen Therapiepause bis zur first-dose erforderlich. Eine kumulative Doxorubicin-Dosis von ≥ 360 mg/m2 sowie eine kumulative Epirubicin-Dosis von ≥ 720 mg/m2 sind ein Ausschlusskriterium. Die Therapie erfolgt intravenös alle 3 Wochen im Verlauf einer Stunde, solange kein Progress oder inakzeptable Toxizitäten auftreten.

Details zur Studie auf www.med4u.org/14787 (NCT03084926)

 
LEAP-006-Studie beim NSCLC
Bei der LEAP-006-Studie handelt es sich um eine randomisierte, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie zur Evaluierung der Sicherheit und Wirksamkeit der Chemotherapien Platin + Pemetrexed und dem Anti-PD-1-Antikörper Pembrolizumab mit oder ohne dem Tyrosinkinase-Inhibitor Lenvatinib als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC). Patienten müssen eine messbare Läsion nach RECIST 1.1 haben, einen ECOG-Performance-Status von 0-1 und dürfen keine EGFR-, ALK- und ROS-1-Mutation aufweisen. Es muss sich um eine histologisch oder zytologisch bestätigte Diagnose eines NSCLC im Stadium IV handeln. Gemischte Tumoren werden nach dem vorherrschenden Zelltyp kategorisiert; wenn sich jedoch kleinzellige Zellbestandteile zeigen, ist der Patient nicht einschließbar. Studienendpunkte sind u.a. progressionsfreies Überleben (PFS), objektive Ansprechrate (ORR) und Gesamtüberleben (OS).

Details zur Studie auf www.med4u.org/16726 (NCT03829319)



Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF)
Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran • UCT – Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt • Krankenhaus Nordwest gGmbH •
Steinbacher Hohl 2-26 • 60488 Frankfurt/Mainn • Tel.: 069/7601-4420 • E-Mail: info.ikf@khnw.de • http://www.ikf-nordwest.de/home.html

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