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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

12. Dezember 2018
Seite 3/3




Fazit
 
Obwohl das HCC weltweit einer der häufigsten malignen Tumoren ist, sind die Möglichkeiten der systemischen Therapie derzeit noch begrenzt. Mit Sorafenib wurde 2007 der erste Multikinase-Inhibitor für die systemische Therapie zugelassen, und erst rund 10 Jahre später stand der Multikinase-Inhibitor Regorafenib zur Zweitlinientherapie zur Verfügung. Erst kürzlich wurde mit Lenvatinib ein weiteres Medikament für die Erstlinie zugelassen sowie mit Cabozantinib ein weiteres für die Zweitlinie. Vor dem Hintergrund einer stagnierenden Entwicklung in der systemischen Therapie und den Erfahrungen mit anderen Tumorentitäten rückte die Immuntherapie auch beim HCC in den Mittelpunkt des Interesses, allen voran die CIs. Erste Daten gab es zum CTLA-4-Inhibitor Tremelimumab, für den PD-1-Inhibitor Nivolumab führten die Ergebnisse zu einer Zulassung als Zweitlinientherapie in den USA. Auch für den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab liegen erfolgversprechende Daten vor. Derzeit werden verschiedene CIs in klinischen Studien untersucht. Mit chimären Antigenrezeptoren und bi-spezifischen Antikörpern gibt es weitere interessante Ansätze in der Immuntherapie.
 

Interessenkonflikt:
Prof. Geier: Steering Committee: Novartis; Beratertätigkeit: BMS, Ipsen, Novartis; Vortragstätigkeit: BMS, Novartis; Forschungsunterstützung: Novartis. Dr. Dr. Weiß: Vortrags-/Beratertätigkeit: BMS, Novartis, Ipsen.


 
Lesen Sie dazu auch

„Checkpoint-Inhibition: Immune-related adverse events (irAEs) – immunvermittelte unerwünschte Wirkungen“ von Prof. Dr. med. Hans-Georg Kopp
unter www.med4u.org/14300
„Partikeltherapie mit Protonen und Schwerionen – Überblick, Indikationen und Entwicklungen“ von Dr. med. Fabian Schlaich
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„(Mögliche) Interaktion von Strahlentherapie und medikamentöser Tumortherapie“ von Dr. med. Marlen Haderlein
unter www.med4u.org/14302



 
 
 





 
Johannes Weiß Dr. med. Dr. rer. nat. Johannes Weiß
Funktionsoberarzt
 
Universitäts-klinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
 
E-Mail: Weiss_J1@ukw.de







 
Andreas Geier Prof. Dr. med. Andreas Geier
Leitung Hepatologie
 
Universitäts-klinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
 
E-Mail: Geier_A2@ukw.de





 
ABSTRACT

J. Weiß, A. Geier, Universitäts-klinikum Würzburg.
 

Hepatocellular carcinoma is among the most common malignancies worldwide and the third most cause of cancer-related mortality. For early stages there are treatment options with curative intention, whereas in late stages only systemic therapy in the palliative setting is available. For a long time sorafenib was the only option, but meanwhile there is another firstline therapy with lenvatinib, and there are two second line options with regorafenib and cabozantinib. As the possibilities of systemic therapy are limited in these fragile patients and no essential progress was achieved in recent years, immunotherapy moved into the focus of interest. First data concerning CTLA-4 or PD-1/PD-L1 inhibitors seem to be promising, and several clinical trials are in progress or being initiated.
 

Keywords: Hepatocellular carcinoma, firstline and secondline therapy, CTLA-4 or PD-1/PD-L1 inhibitors
 
 
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