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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
14. Dezember 2008

Relevanz der Studiendaten mit Cetuximab für den klinischen Alltag

Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie 10.-14.10.2008 Wien
Die neuesten Studiendaten zu Cetuximab geben Aufschluss über die praktische Relevanz der Substanz im klinischen Alltag, sagte Prof. Claus-Henning Köhne, Oldenburg. So konnte gezeigt werden, dass Cetuximab in verschiedenen Indikationen Vorteile gegenüber den Standardtherapien besitzt.
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Die CRYSTAL-Studie konnte zeigen, dass Patienten mit fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom des KRAS-Wildtyps unter Cetuximab und FOLFIRI gegenüber Patienten mit alleiniger Chemotherapie einen Überlebensvorteil von 3,9 Monaten haben (p=0,2). Die Ansprechrate war im Cetuximab-Arm signifikant höher (p=0,0025) und lag bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-mCRC, die ausschließlich Lebermetastasen hatten, sogar bei 77%[1]. Bei nicht resektablen Lebermetastasen, so das Ergebnis der CELIM-Studie, die Cetuximab jeweils in Kombination mit FOLFIRI und FOLFOX verglich, betrug die Ansprechrate bei KRAS-Wildtyp-mCRC-Patienten 79%, sodass bei 43% reseziert werden konnte, bei 34% erfolgte sogar eine potentiell kurative R0-Resektion [2].
Die Wirksamkeit von Cetuximab in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC wurde in der FLEX-Studie untersucht, so Prof. Ulrich Gatzemeier, Großhansdorf. Das mediane Gesamtüberleben war im Cetuximab-Arm signifikant verlängert um 1,2 Monate.
Eine signifikante Verlängerung des medianen Überlebens (10,1 vs. 7,4 Monate, p=0,04) erbrachte auch die Kombination von Cetuximab mit einer platinbasierten Chemotherapie bei nicht vorbehandelten Patienten mit rezidivierenden oder metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren (EXTREME-Studie), so Prof. Gabriela Kornek, Wien. Die zusätzliche Gabe von Cetuximab verlängerte das mediane progressionsfreie Überleben um 70% (p<0,001) und erhöhte die Ansprechrate relativ um 80% (p<0,001) [3].
Cetuximab in Kombination mit Chemotherapie hat kürzlich von der EU die Zulassungserweiterung für die Erstlinientherapie des EGFR-exprimierenden, metastasierten kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinoms erhalten und wurde auch in die S3-Leitlinien aufgenommen. „Der KRAS-Status sollte bestimmt werden, sobald die Metastasierung diagnostiziert wurde“, so Prof. Carsten Bokemeyer, Hamburg.
Bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren ist Cetuximab bislang in Kombination mit Strahlentherapie zugelassen, die Zulassungserweiterung für die Erstlinientherapie bei rezidierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren ist beantragt, ebenso wurde der Zulassungsantrag für die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder metastasierenden EGFR-exprimierenden NSCLC gestellt.

ab

Quelle: 1) Van Cutsem E, et al. ESMO 2008, Abstract 710
2) Folprecht G. et al. ESMO 2008, Abstract 510
3) Vermorken, R et al. N Engl J Med 2008; 359:1116-27

Satelliten-Symposium „Neue Aspekte in der Therapie von Bronchial-, Kopf-Hals- und Kolorektalkarzinom – Konsequenzen für den klinischen Alltag“, 12.10.08 im Rahmen des DGHO in Wien; Merck Serono


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