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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
07. November 2004

Rasburicase bei Patienten mit hoher Tumorlast früh einsetzen

Das Tumorlysesyndrom ist zwar selten, aber lebensbedrohlich. Durch den massiven Tumorzellzerfall werden ungeheuere Mengen an Metaboliten freigesetzt und die Patienten entwickeln innerhalb weniger Stunden eine Niereninsuffizienz, beschrieb Prof. Günter Henze, Berlin, die dramatische Situation. Mit Hilfe neuerer Medikamenten wie der Uratoxidase (Rasburicase, Fasturtec®) ist es heute möglich die Tumorlyse zu behandeln. Immer häufiger wird Rasburicase auch prophylaktisch bei Patienten mit hoher Tumorlast eingesetzt, bemerkte Prof. Schmoll, Halle.
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Eine Tumorlyse tritt häufig bei hoch malignen Non-Hodgkin-Lymphomen und akuten Leukämien auf, seltener bei soliden Tumoren. Durch spontane oder Zytostatika-induzierte Apoptose kommt es zu einem Tumorzellzerfall, bei dem Purine, Phosphat und Kalium freigesetzt werden. Beim Abbau der Purine entsteht Harnsäure, die wegen ihrer schlechten Wasserlöslichkeit nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden kann und in den Tubuli auskristallisiert. Rasch kommt es zum Nierenversagen.
Konventionelle präventive Maßnahmen sind die ausreichende Hydrierung (Urinfluss >250m2/h), Alkalisierung des Urins (pH 7-7,5) sowie die Gabe von Allopurinol. Bei der Alkalisierung ist allerdings zu beachten, dass Phosphat im Alkalischen schlecht löslich ist. Die Uratoxidase Rasburicase (Fasturtec®) hat den Vorteil, dass sie bereits gebildete Harnsäure zum wasserlöslichen Allantoin degradiert. Wird es frühzeitig eingesetzt, gelingt es die beeinträchtigte Nierenfunktion zu normalisieren und Tumorlysesyndrom-bedingte Todesfälle zu vermeiden.

as

Quelle: 3. Münchner Fachpresse-Workshop „Supportivtherapie in der Onkologie“, München, 13.5.2004.


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