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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

30. Oktober 2006 Prophylaxe des Zervixkarzinoms: Frühe Vakzination schützt vor HPV-Infektionen

Eine Vakzine, die Anfang 2007 verfügbar sein dürfte, bietet Mädchen und Frauen einen zuverlässigen Schutz vor Infektionen mit dem onkogenen humanen Papillom-Virus (HPV). Die Impfung verhindert in mehr als 70 Prozent der Fälle eine Infektion mit den für das Zervixkarzinom verantwortlichen HPV-Typen 16 und 18.
In westlichen Ländern ist das Zervixkarzinom der 6-häufigste Tumor bei Frauen. Alarmierend ist, dass immer mehr jüngere Frauen befallen werden. So beträgt das mittlere Alter der Betroffenen 53 Jahre, wenn die Diagnose gestellt wird. Prof. Lutz Gissmann, Heidelberg, nimmt an, dass die Häufigkeit des Zervixkarzinoms durch Screening-Programme deutlich reduziert wird. Dabei sollen zervikale Dysplasien aufgedeckt und behandelt werden. Eine weitere Lösung bietet die Impfung gegen die HPV-Hochrisiko-Typen 16 und 18, die dysplastische Veränderungen verursachen, aus denen sich ein Karzinom entwickeln kann, erklärte Prof. Tino F. Schwarz, Würzburg. Und hier ist künftig auf eine bivalente HPV-16/18-Vakzine (Cervarix®) zu setzen. In klinischen Studien mit 10- bis 55-Jährigen zeigte der Impfstoff eine ausgeprägte Immunogenität, und zwar in allen Altersklassen. „Daher ist neben der Impfung junger Mädchen ab 10 Jahren auch die für Frauen ab 25 Jahren sinnvoll“, bekräftigte Schwarz. Die Immunantwort wird durch das innovative Adjuvans AS04 verstärkt. Damit war in einer Studie die Immunantwort der neuen Vakzine über mindestens 3,5 Jahre zu jedem Zeitpunkt höher und länger anhaltend als jene mit demselben Impfstoff, aber einem herkömmlichen Adjuvans. Zudem signalisierte eine Phase-II-Studie eine Kreuzprotektion gegen Infektionen mit den dritt- und vierthäufigsten onkogenen HPV-Typen 45 und 31.

kbf

Quelle: Lunch-Symposium „Impfung: Eine neue Option in der Prophylaxe des Zervixkarzinoms“ anlässl. d. 56. Kongresses der Deutschen Ges. für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Berlin, 19. 9. 2006; Veranstalter: GlaxoSmithKline, München


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