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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
07. Mai 2013

Neue DGS-Leitlinie zu Tumordurchbruchschmerzen bereit für die Praxis

Die neue Praxis-Leitlinie "Tumorbedingte Durchbruchschmerzen" der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), die DGS-Vizepräsident PD Dr. Michael A. Überall, Nürnberg, vorstellte, wurde zusammen mit der Deutschen Schmerzliga verabschiedet und ist die weltweit erste S3P-Leitlinie zu dieser Indikation.

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Zusätzlich zu wissenschaftlichen Evidenzen aus klinischen Studien berücksichtigt die neue PraxisLeitlinie auch die Erfahrungen von Ärzten und die Bedürfnisse von Patienten (1). Der derzeitige Status Quo umfasst 128 Empfehlungen/Stellungnahmen mit durchweg hohem Übereinstimmungsgrad.

Gemäß der neuen DGS-PraxisLeitlinie sind kurz wirksame Opioide (Short Acting Opioid) für die Kontrolle von unvorhersehbaren Tumor-bedingten Durchbruchschmerzen (DBS) nicht geeignet, da deren Wirkung frühestens nach 30 Minuten einsetzt und nach dem Abklingen der Schmerzattacke noch 3-4 Stunden anhält (1). Demgegenüber gelten transmukosal zu applizierende "rapid-onset opioids" (ROO) bei gut eingestellter Opioid-Basistherapie als Bedarfsmedikation der ersten Wahl (1). Um die DBS effektiv zu lindern, eignen sich laut Überall transmukosal applizierte Fentanyle wie z.B. Effentora® Buccaltabletten besonders gut. Diese führen bereits innerhalb von 10 Minuten zu einer gegenüber Placebo signifikanten Reduktion der DBS-Intensität (p<0,0001) (2).

Dr. Andrew Davies, Guildford/UK, stellte Ergebnisse einer Datenerhebung vor, an der 1.000 Patienten aus 13 europäischen Ländern teilnahmen. Demnach bevorzugen 65% der deutschen Tumorpatienten mit DBS oral-transmukosale Applikationsformen (3).

sk

Symposium "Therapie von Tumor-Durchbruchschmerzen - Leitlinie für die Praxis" anl. des Deutschen Schmerz- und Palliativtags 2013, 09.03.2013, Frankfurt am Main, Veranstalter: Teva Pharma


Literaturhinweise:

(1) Portenoy RK, et al. Pain 1999; 81: 129-134
(2) Slatkin NE, et al. J Support Oncol 2007; 5:327-334
(3) Davies A et al. Eur J Pain 2011; 15: 756-763


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