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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

19. Dezember 2011 nab-Paclitaxel bei SPARC-exprimierenden soliden Tumoren

DGHO 2011

Aufgrund seines speziellen Wirkmechanismus wird nab-Paclitaxel derzeit bei verschiedenen Tumorentitäten getestet und konnte bereits vielversprechende Ergebnisse aufweisen.
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nab (nanoparticle albumin bound)-Paclitaxel ist in Europa bereits für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Mammakarzinom zugelassen. In dieser Indikation konnte nab-Paclitaxel eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bewirken [1]. Wie Prof. Stefan Glück, Miami, USA, berichtete, konnte eine optimale Dosierung von 150 mg/m2 qw eruiert werden. Der Wirkmechanismus von nab-Paclitaxel beinhaltet u.a. die Interaktion mit dem Releasemodulator SPARC (Secreted Protein Acidic and Rich in Cysteine), wodurch es zur Paclitaxel-Akkumulation im Tumor kommt, so PD Dr. Volker Kunzmann, Würzburg. Neben dem Mammakarzinom wurden daher auch andere solide Tumorerkrankungen untersucht, die nachweislich bei einem hohen Prozentsatz der Patienten eine Sezernierung von SPARC ins Tumorinterstitium aufweisen, wie im Falle des Pankreaskarzinoms (PCA). Prof. Volker Heinemann, München, berichtete von einer Phase-I/II-Studie, in der nab-Paclitaxel plus Gemcitabin gegen Gemcitabin alleine bei Chemotherapie-naiven Patienten mit fortgeschrittenem PCA verglichen wurde. Es ergaben sich klinisch relevante Unterschiede im Gesamtüberleben. Aktuell wird in einer internationalen Phase-III-Studie untersucht, ob sich dieser Vorteil zu Gunsten des nab-Paclitaxels bestätigen lässt. nab-Paclitaxel wird darüber hinaus derzeit auch beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom und in der Behandlung des malignen Melanoms geprüft.

sr

Literatur:
1. Gradishar WJ et al. J Clin Oncol 2005; 23:7794-7803

Satellitensymposium „Paclitaxel-Albumin in der Onkologie – Fortschritt durch nabTM-Technologie“, 30.09.2011, DGHO, Basel; Veranstalter: Celgene

Quelle:


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