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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
11. Dezember 2013

MDS mit transfusionspflichtiger Anämie: Oraler Eisenchelator bequem und wirksam

80-90% der Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS) werden im Verlauf der Erkrankung transfusionspflichtig - mit der Folge einer jährlichen Zufuhr von 10-12 Gramm Eisen, das in diesen Mengen toxisch wirkt, vor allem durch die Produktion freier Sauerstoffradikale. Eine Eisenchelat-Therapie mit dem oral verfügbaren Chelator Deferasirox (Exjade®) kann diese Folgen mildern oder vermeiden helfen.

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Transfusionspflichtige MDS-Patienten haben eine signifikant höhere Sterblichkeit, unabhängig von einer Progression zur akuten myeloischen Leukämie (AML). Eine Indikation für eine Chelat-Therapie ist unter folgenden Bedingungen gegeben, so Prof. Wolf-Karsten Hofmann, Mannheim, bei einem Satellitensymposium anlässlich der DGHO-Jahrestagung in Wien:

- Serumferritinspiegel von mehr als 1.000 ng/ml,
- durch Erhalt von mindestens zwei Erythrozyten-Konzentraten pro Monat über mindestens ein Jahr,
- kein Ansprechen auf eine primäre MDS-Therapie,
- eine bevorstehende Stammzelltransplantation,
- eine beeinträchtigte Organfunktion.

Die Chelat-Therapie der Wahl ist Hofmann zufolge Deferasirox (Exjade®), weil die Substanz bequem einmal täglich oral eingenommen werden kann und damit nicht das Risiko einer Agranulozytose besteht. Die Chelation reduzierte in einer Übersicht über 600 US-amerikanische Patienten mit Niedrigrisiko-MDS die Mortalität und sowohl in einer amerikanischen als auch in der europäischen EPIC-Studie binnen zwölf Monaten die Serumferritinspiegel. Der mögliche positive Effekt einer Eisenchelat-Therapie auf das Überleben von Patienten mit MDS soll in der derzeit laufenden TELESTO-Studie (ClinicalTrials.gov: NCT00940602) prospektiv überprüft und bestätigt werden, so Hofmann.

jg

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) vom 18.-22. Oktober 2013 in Wien


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