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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

14. Mai 2012 mCRC: Breite Wirksamkeit von Aflibercept bestätigt sich in der VELOUR-Studie

Aflibercept, auch bekannt als VEGF-Trap, ist wie Bevacizumab ein Angiogenesehemmer. Das neue Fusionsprotein bindet aber nicht nur den Vascular Endothelial Growth Factor-A (VEGF-A), sondern auch VEGF-B und den Placental Growth Factor (PIGF) und hat eine breitere Wirkung als Bevacizumab.
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Die Phase-III-Studie VELOUR bestätigt die positive Wirkung bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC). Untersucht wurde Aflibercept als add-on zu FOLFIRI (5-Fluorouracil, Folinsäure, Irinotecan) im Vergleich zu FOLFIRI und Plazebo. An dieser randomisierten, multinationalen und doppelblinden Studie nahmen zwischen November 2007 und März 2010 1.226 Patienten mit mCRC teil, die zuvor eine Oxaliplatin-Therapie erhalten haben. Die Kombination Aflibercept und FOLFIRI konnte das Gesamtüberleben (=primärer Endpunkt) signifikant verlängern im Vergleich zu FOLFIRI und Plazebo (13,5 vs. 12 Monate). Auch das progressionsfreie Überleben war signifikant verlängert und es kam zu mehr Remissionen unter der Kombinationstherapie. Die Verlängerung des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens waren dabei unabhängig von einer Vorbehandlung mit Bevacizumab. In der VELOUR-Studie hatten ca. 30% der Patienten zuvor schon Bevacizumab erhalten, so dass sich hier das Prinzip der fortgesetzten Antiangiogenese bestätigte, so Prof. Ralf Hofheinz, Mannheim. „Aflibercept ist kein weiteres Bevacizumab“, betonte Hofheinz. Es hat eine breitere Wirksamkeit und wirkt auch bei Patienten, die mit Bevacizumab vorbehandelt wurden.

Neben den typischen Nebenwirkungen von antiangiogenen Substanzen waren unter Therapie mit Aflibercept auch mehr Stomatitis und Diarrhoe bei den Patienten aufgetreten.

Aflibercept ist noch nicht zugelassen. „Wir erwarten Firstline-Daten aus einer größeren Phase-II-Studie in Kombination mit FOLFOX. Sie werden das Bild abrunden“, so Hofheinz abschließend.

as

Sanofi Fachpresse-Workshop: „1. Expertise CRC“, Königstein bei Frankfurt, 19. April 2012 und Interview mit Prof. Ralf-Dieter Hofheinz

Quelle:


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